Kulturkreis meistert schwieriges Jahr nach Schließung der Aula

8. Oktober 2026

Sögel – Die überraschende Schließung der Aula hat den Kulturkreis Clemenswerth im vergangenen Veranstaltungsjahr vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Mit großem ehrenamtlichem Einsatz, finanzieller Unterstützung und viel Improvisationsvermögen ist es allerdings gelungen, das kulturelle Angebot weitgehend aufrechtzuerhalten.

Der Vorsitzende Manfred Rojahn blickte in seinem Jahresbericht auf ein außergewöhnliches Jahr zurück. Wegen der Schließung der Aula mussten Ersatzspielstätten gefunden, Verträge angepasst und organisatorische sowie finanzielle Fragen geklärt werden. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen waren die Veranstaltungen überwiegend gut besucht. Dies bewies eine musikalisch untermalte Fotostory vom Vorsitzenden Rojahn.

Mit derzeit 213 Mitgliedern ist auch die Mitgliederzahl trotz altersbedingter Abgänge weitgehend stabil geblieben. Man habe, so Rojahn, für das neue Programmjahr ein anspruchsvolles Programm erarbeitet.

Ludwig Jansen, Vorsitzender der Stiftung Kulturkreis Clemenswerth, dankte dem Vorstand für die zusätzliche Arbeit und die erfolgreiche Neuorganisation des Programms. Die Stiftung konnte den Kulturkreis mit Zuschüssen von rund 23.000 Euro stützen.

Wie stark sich die außergewöhnliche Situation auch auf die Verwaltungsarbeit auswirkte, machte Kassenwartin Bärbel Kruth deutlich. Sie berichtete von einem herausfordernden Jahr in der Kassenführung. Umso dankbarer zeigte sie sich, dass das Jahr dennoch zufriedenstellend abgeschlossen werden konnte.

Große Anerkennung für die Arbeit des Vorstandes kam von Samtgemeindebürgermeister Frank Klaß und dem Bürgermeister Johannes Völker. Sie äußerten hohen Respekt davor, wie der Vorstand diese Situation gemeistert habe. Zugleich unterstrichen sie die Bedeutung der Kulturarbeit für Sögel. Man habe beschlossen, eine halbe Personalstelle für einen Kulturmanager einzurichten.

Rita Albers vom Hümmling-Gymnasium bedankte sich für die Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis bei der Auswahl eines Theaterstücks für den Abiturjahrgang 13.

Der frühere Vorsitzende, Georg Schmidt, erinnerte an die große Bedeutung des Ehrenamtes. Seine Sorge, hauptamtliche Unterstützung könne dieses Fundament schwächen, konnte Rojahn entkräften: Der Kulturkreis werde weiterhin ehrenamtlich die Richtung der Kulturarbeit bestimmen.

Für die Saison 2026/2027 blickt der Kulturkreis zuversichtlich nach vorn. Neben einem abwechslungsreichen Programm sollen weiterhin Angebote für Kinder und Jugendliche eine wichtige Rolle spielen.

Für den musikalischen Rahmen der Mitgliederversammlung sorgte gekonnt Christian Velden am Flügel. Nach dem offiziellen Teil wurde noch in geselliger Runde über die weitere kulturelle Arbeit in Sögel diskutiert.

Text/Fotos: Lambert Brand

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