125 Jahre Kolping in Sögel: Öffentliche Ausstellung in der

8. Oktober 2026

Sögeler Pfarrkirche

Sögel – Viele Erinnerungen wurden wach, als die Kolpingsfamilie Sögel-Stavern ihre Bilderausstellung zum 125-jährigen Bestehen in der St.-Jakobus-Kirche eröffnete. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher blickten auf mehr als ein Jahrhundert Kolpinggeschichte zurück. Auf insgesamt 22 Tafeln präsentieren Kolpingsfamilie und Forum Sögel historische Fotos, Dokumente und Erinnerungen. Dabei zeigte sich der besondere Reiz der Ausstellung: So erkannte sich Theo Kempkes, wohl ältestes Mitglied der Kolpingsfamilie, auf einem Jubiläumsfoto aus den 1970er-Jahren.

Die Ausstellung verdeutlicht zugleich, wie vielfältig die Geschichte der Kolpingsfamilie ist. Dazu gehören die Kolpingkapelle und eine Theatergruppe ebenso wie die Altkleidersammlungen. Andere Aktivitäten haben bis heute Bestand. Die jährlich stattfindenden Pfingstzeltlager für Kinder und Jugendliche erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. Mit dem Familienfonds unterstützt die Kolpingsfamilie Sögel-Stavern ganz konkret Menschen in familiären Notsituationen.

Wie weit die Wurzeln vieler Aktivitäten zurückreichen, zeigen einige außergewöhnliche historische Aufnahmen. Bereits 1922 organisierte Präses Wolters eine Bildungsreise nach Hamburg. Am 50-jährigen Jubiläum im Jahr 1951 beteiligten sich die verschiedenen Gewerke am großen Festumzug durch Sögel.

Historische und aktuelle Fotos der Kolpingkapelle erinnern an deren vielfältigen Aktivitäten wie das Konzert „Bella Italia“ oder den eindrucksvollen Wandel vom „Bunten Abend“ bis zum heutigen Karneval mit seinen vier Abenden.

Schriftführer Bernhard Schepers machte bei seiner Einführung deutlich, wie viel Arbeit hinter der Ausstellung steckt. Unterstützung gab es unter anderem vom Forum Sögel, von Eckhard Bredol, von Angela Steinke und Bernd Norda. Wertvolles Material kam zudem aus dem Nachlass des kürzlich verstorbenen langjährigen Vorsitzenden Theo Schmees. Schepers dankte außerdem Doris Möhlenkamp und Willi Eikens für ihren umfangreichen Arbeitseinsatz.

Besonderer Dank galt Hermann Wichmann. Er brachte seine langjährige Erfahrung bei der Konzeption und Gestaltung von Ausstellungen mit ein. Für seinen maßgeblichen Anteil dankte ihm der Vorstand mit einem Präsent.

Einen kurzen Blick auf die heutige Arbeit des Kolping-Bildungswerkes gab Hans-Hermann Hunfeld vom Kolpingbildungswerk Salzbergen. Zu dessen Schwerpunkten gehören Bildung und berufliche Qualifizierung, Jugend- und Migrationsarbeit sowie Beschäftigungs- und Integrationsangebote. Für die Region von besonderer Bedeutung sind unter anderem die Jugendmigrationsarbeit und das Europabüro für ausländische Arbeitnehmer in Sögel.

Zum Abschluss des Jubiläumsjahres lud die Kolpingsfamilie am 12. September in die St.-Jakobus-Kirche ein. Die Kolpingkapelle und weitere Mitwirkende gestalteten eindrucksvoll den musikalischen Ausklang. Auf dem Programm standen bekannte Kolpinglieder sowie eine Art „Hitparade“ beliebter Kirchenlieder.

Text/Fotos/Repros: Lambert Brand

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