Krankenhausreform mit Augenmaß gestalten – Samtgemeinderat appelliert an den Schutz des ländlichen Raums
1. September 2026Sögel – Die geplante Krankenhausreform des Bundes sorgt auch im Emsland für Aufmerksamkeit. Mit Blick auf die möglichen Auswirkungen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes auf die regionale Versorgungsstruktur wird ein sorgfältiger und differenzierter Umgang mit den anstehenden Veränderungen gefordert.
Der stellvertretende Geschäftsführer des Hümmling Hospitals, Thomas Kock, war Gast in der Sitzung und machte deutlich, was die Kürzungen für die Kliniken im Allgemeinen bedeuten würden: Steigende (Personal-)Kosten ohne ausreichenden Ausgleich, weniger finanzielle Mittel für die Pflege, steigende Belastung des Krankenhauspersonals und zusätzlicher massiver wirtschaftlicher Druck im Sinne eines „kalten Strukturwandels“. Die Krankenhausreform dürfe nicht allein an wirtschaftlichen Kennzahlen oder pauschalen Strukturvorgaben ausgerichtet werden. Vielmehr müsse sie den tatsächlichen Bedarf vor Ort berücksichtigen und den besonderen Herausforderungen des ländlichen Raums gerecht werden.
„Wir müssen deutlich darauf hinweisen, welche Bedeutung Krankenhäuser für die Menschen vor Ort hat“, ergänzt Samtgemeindebürgermeister Frank Klaß. Gerade im ländlichen Raum seien kurze Wege, verlässliche Strukturen und eine wohnortnahe Betreuung für die Menschen von zentraler Bedeutung. Das gelte insbesondere für ältere Menschen, Familien und alle Bürgerinnen und Bürger, die im Ernstfall auf eine schnelle medizinische Hilfe angewiesen seien.
Text/Foto: Samtgemeinde Sögel







