Neujahrsempfang des Sögeler Hospiz

2. Februar 2014

Sögel – Für die besondere Fähigkeit, zuhören zu können und sterbende und trauernde Menschen dadurch in ganz besonderer Weise zu begleiten, bedankte sich Bürgermeisterin Irmgard Welling im Namen der ganzen Gemeinde bei allen ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und -helfern des Sögeler Hospizvereins beim Neujahrsempfang am 6. Januar im Marstall Clemenswerth. Dieses anspruchsvolle und herausfordernde ehrenamtliche Engagement sei in seiner Bedeutung für das Zusammenleben der Menschen in der Gemeinde gar nicht hoch genug einzuschätzen und mache den Menschen ihre Einmaligkeit vor Gott immer wieder neu bewusst. Sie zeigte sich erfreut darüber, dass der Verein, der seinen Hospizdienst ausschließlich durch Spenden finanziere, so großen Zuspruch erfahre und schon seit über 14 Jahren eine feste Größe in der Gemeinde sei.

Michael Strodt bedankte sich als Vorsitzender des Hospizvereins nicht nur bei allen Mitgliedern, sondern auch bei der Kirchenmusikerin Renate Biener und Martina Sanders vom Rastdorfer Gospelchor „Spirit of Gospel“ für das gut besuchte Benefizkonzert in Werlte und die musikalische Gestaltung der Andacht zum Neujahrsempfang, die mit Texten und Liedern den Geist des Vereins und die Haltung der Hospizhelfer sehr schön zum Ausdruck gebracht habe. Dem Hospiz gehe es nämlich „nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben“, macht Strodt rückblickend noch einmal deutlich. In der letzten Lebensphase wünschten sich nämlich viele Kranke und Sterbende einen Menschen, der sie in dieser schweren Zeit begleite, der Kraft spende und sie unterstütze. Sie wünschten sich zu Hause, im Krankenhaus oder der Pflegeeinrichtung eine Situation, in der sie sich geborgen fühlen, in der sie von Angehörigen, Freunden und Helfern umsorgt werden und geschützt ihren eigenen Lebensweg bis zum Ende gehen können. Der Sögeler Hospiz habe sich diesen Wunsch zur Aufgabe gemacht: „Wir begleiten Kranke, Sterbende und Trauernde, wir unterstützen Angehörige und Freunde, wir beraten in schwierigen Situationen, und wir helfen, Abschied zu nehmen, Trauer zuzulassen, sich dem Leben wieder neu zu stellen“, so fasste Strodt die Aufgabe des Vereins zusammen. Durch Spenden von Vereinen und Privatpersonen, von Stiftungen und Benefizveranstaltungen aus dem vergangenen Jahr sei es auch in diesem Jahr wieder möglich, einen Ausbildungskurs für neue Hospizhelferinnen und Hospizhelfer anzubieten. Auch mit neuen Projekten wolle der Verein im neuen Jahr „Schule machen“ und neben Trauercafés und speziellen Trauergruppen auch die Zusammenarbeit mit den Seniorenzentren und dem Palliativstützpunkt intensivieren. Ein neues Hospizbüro im Hümmling Krankenhaus biete neben Infomaterial und Literatur auch Gesprächsmöglichkeiten. Das neue Halbjahresprogramm wolle mit Veranstaltungen und Hospizabenden nicht nur die Hospizhelfer regelmäßig fortbilden, sondern auch die Öffentlichkeit für einen verantwortlichen Umgang mit Leben, Sterben und Trauer sensibilisieren. Weitere Infos unter Tel. 05952/209 2542 oder: www.soegeler-hospiz.de. Weitere Bilder des Neujahrsempfangs unter http://on.fb.me/1cOJQMG.

Text: Michael Strodt / Foto: Sögeler Hospiz e.V.

Sögels Bürgermeisterin Irmgard Welling, Martina Sanders, Renate Biener, Michael Strodt vom Sögeler Hospiz

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