Die Angst vor der Ersten Hilfe verlieren

1. September 2010

Eine Situation, die jederzeit vorkommen kann: Bei einer Rangelei auf dem Schulhof, stürzt eine Mitschülerin auf den Kopf und ist bewusstlos. Im Schulalltag wurde früher die Sekretärin gerufen oder ein Lehrer alarmiert. „Das dauerte oft zu lange und der helfende Lehrer musste seine Klasse allein lassen“, berichtet Schulleiter Manfred Rojahn.

29 Schülerinnen und Schüler des Hümmling Gymnasiums sind jetzt auf derartige Situationen vom Malteser Hümmling vorbereitet worden und in der Lage, die richtigen Erstmaßnahmen einzuleiten. Sie wurden von den Ausbilderinnen der Malteser, Sonja Kruithoff und Marianne Migura in „Lebensrettenden Sofortmaßnahmen mit Selbstschutzinhalten“ geschult.
Dieser Kurs ist Teil einer bundesweiten Initiative des Bundesinnenministeriums, die junge Menschen befähigen soll, in medizinischen Notfällen Erste Hilfe zu leisten. Darüber hinaus sollen die Jugendlichen für Nachbarschaftshilfe und Vorsorge für Katastrophen sensibilisiert werden.  

Zu diesem Anlass wurde der reguläre Kurs „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“ um vier Unterrichtseinheiten erweitert, in denen diese Themen zusätzlich behandelt werden. „Das hat die Jugendlichen für diese Thematik schon ein wenig sensibler gemacht.“ Der Projektleiter des Hümmling-Gymnasiums Herr Henze zeigte sich sehr erfreut über das Engagement der  Schüler: „Sie werden früh auf mögliche Notfälle vorbereitet und lernen, in Notsituationen Verantwortung zu übernehmen.“

Besonders erfreut war Schulleiter Manfred Rojahn, als er zum Abschluss einen gefüllten Schulsanitätsrucksack von Mechthild Sandker, der Firma Sandker Metallbau GmbH in Sögel, überreicht bekam. Dieser soll in Zukunft im Schulsanitätsdienst seinen Einsatz finden.

© 2010 Forum Sögel e. V.
Information | Geschichte | Zukunft