Paradox
1. Februar 2026Der Krieg in der Ukraine geht nun schon ins 5. Jahr. Tagtäglich erfahren wir aus den Medien von Kampfhandlungen, Völkerrechtsverletzungen und Drohgebärden in aller Welt. Und trotzdem ist unsere Lebenszufriedenheit in Deutschland durchgehend stabil. Ist doch irgendwie paradox, diese Diskrepanz.
Erklärungsversuche in einem Satz sind kaum möglich. Mit ihren persönlichen Lebensumständen sind die Menschen zufrieden, wenn der Alltag vergleichsweise überschaubar und vieles handhabbar ist. Für Kriege, Krisen, KI usw. gilt das eben nicht. Doch gerade jetzt im Neuen Jahr sind die Aussichten persönlich wie übergeordnet gedämpft. Steigende Kosten bei Versicherungen, bei Lebensmitteln, an der Tankstelle usw. trüben die Einkommenszufriedenheit. Übergeordnet bestimmen welt- und sicherheitspolitische sowie terroristische Ereignisse unser Meinungsbild. Nehmen wir mal als krasses Beispiel den terroristisch verursachten Stromausfall in Berlin Anfang Januar. Deutlicher lässt sich unser technische Abhängigkeit nicht erleben.
Vorsorge ist ein wesentlicher Teil unseres Sicherheitsgefühls. Deshalb sind wir gut beraten, die Empfehlungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ernst zu nehmen. Die persönlichen Krisenvorkehrungen getroffen zu haben, schafft beruhigende Zuversicht. Dort, wo die Menschen verunsichert sind, sich hilflos fühlen, wächst der Zuspruch für die politischen Ränder. Doch Angstschürern und Verschwörungstheoretikern geben wir kein Gehör. Im angemessenen Rahmen unserer persönlichen Möglichkeiten treffen wir Vorsorge für unsere Familien, Freunde und Nachbarn.
Bernd Eggert
Vorsitzender FORUM Sögel e.V.






