Gestürzt. Gedrückt. Geholfen. –
1. März 2026Wie der Hausnotruf und die SOS-Dose Sicherheit in den Alltag bringen
Sozialverband Sögel informiert sich beim MHD

Sögel. Ein Sturz in der Wohnung, plötzliches Unwohlsein oder ein medizinischer Notfall: Situationen wie diese kommen oft unerwartet. Besonders für ältere Menschen oder Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen ist schnelle Hilfe entscheidend. Der Hausnotruf bietet hier ein bewährtes Sicherheitsnetz – ergänzt durch eine ebenso einfache wie geniale Lösung für wichtige Notfalldaten: die grüne SOS-Notfalldose.
Wie die Mitarbeiter des Malteser Hilfsdienstes (MHD) Hümmling in Sögel, Hermann Stevens und Joachim Dizu, den Mitgliedern des Sozialverbands Deutschland, Ortsgruppe Sögel erklärten, ist der Hausnotruf ein einfaches, aber wirkungsvolles System: In der Wohnung wird ein kleines Gerät installiert, dazu kommt ein Notrufknopf, der entweder am Handgelenk oder um den Hals getragen wird. Mit nur einem Knopfdruck wird eine direkte Verbindung zur rund um die Uhr besetzten Notrufzentrale hergestellt. Geschulte Mitarbeitende melden sich sofort, hören zu und organisieren die passende Hilfe – ganz gleich, ob es sich um einen medizinischen Notfall, Unwohlsein oder eine unsichere Situation handelt. Besonders wichtig: Der Notrufknopf ist leicht zu bedienen, wasserdicht und immer griffbereit – auch im Bad oder nachts.
Im Ernstfall werden auf Wunsch zunächst hinterlegte Kontaktpersonen wie Angehörige, Nachbarn oder Bekannte informiert. Wer noch mehr Absicherung möchte, kann zusätzlich auf den Malteser Bereitschaftsdienst in Kooperation mit den Caritas-Einrichtungen zurückgreifen, der im Rahmen der sogenannten „Komplettsicherheit“ persönlich vor Ort hilft.

Die Installation erfolgt unkompliziert zu Hause, durch die eigens dafür geschulten Techniker des MHD. Die Malteser beraten zudem zu Kosten und unterstützen bei Anträgen, wenn die Pflegekasse die monatlichen Gebühren übernimmt.
Doch in vielen Notfällen stellt sich für Rettungskräfte ein weiteres Problem: Zwar besitzen immer mehr Menschen zu Hause wichtige Unterlagen wie Notfall- und Impfpass, Medikamentenplan oder Patientenverfügung – doch häufig weiß niemand, wo diese Dokumente aufbewahrt werden. In einer fremden Wohnung bleibt dafür im Ernstfall keine Zeit danach zu suchen.
Die Lösung ist ebenso simpel wie wirkungsvoll: die SOS-Notfalldose, die Joachim Dizu den rund 50 Zuhörerinnen und Zuhörern präsentierte. Diese grüne Dose wird gut sichtbar in der Kühlschranktür aufbewahrt – einem Ort, der in jeder Wohnung schnell gefunden wird. Auf der Innenseite der Wohnungstür und am Kühlschrank weisen Aufkleber mit dem Hinweis „Notfalldose“ auf den festen Aufbewahrungsort hin.
In der Notfalldose können sich alle relevanten Angaben zum Gesundheitszustand, zu Medikamenten, Allergien, Vorerkrankungen sowie Kontaktdaten von Angehörigen hinterlegt werden. Das ist besonders wertvoll, wenn Betroffene selbst keine Auskunft geben können – etwa bei Ohnmacht, Bewusstlosigkeit oder großer Aufregung. Auch in Stresssituationen, in denen Details leicht vergessen werden, sorgt die Dose für Klarheit. Nicht nur Rettungskräfte profitieren davon. Auch Angehörige, Freunde oder Nachbarn erhalten durch die Notfalldose Orientierung und Sicherheit, wenn sie plötzlich Verantwortung übernehmen müssen.
Und damit ein Anfang gemacht wird: alle Gäste konnten sich kostenlos eine SOS-Notfalldose und Info-Materialien mitnehmen. Die Vorsitzende des Sozialverbandes Sögel, Thea Albers, betonte ebenfalls die Wichtigkeit des Themas „Sicherheit zuhause“ und dankte den Referenten für die detaillierten Informationen.
Text/Fotos: Lambert Brand








