Staverner Königssinger waren sehr erfolgreich unterwegs

1. Februar 2026

Seit 140 Jahren gepflegte Tradtion in der Hümmlinggemeinde

Vor 140 Jahren zogen die Königssinger erstmals am Dreikönigstag durch die Gemeinde und besuchten jedes Haus. Damals hatten sie vorher heimlich geprobt und nur der Pastor war mit eingeweiht. Mit Gesichtsmasken und bunten Gewändern verkleidet verbreiteten sie in den ersten Jahren Angst und Schrecken.

Heute sind die Heiligen drei Könige, die von König Herodes, einem Schriftgelehrten und einem Bediener begleitet werden, gern gesehene Gäste. Am Wochenende nach dem Dreikönigsfest sind sie an drei Tagen mit jeweils zwei Gruppen unterwegs. Beeindruckend, wie diese lange Tradition von den jungen Männern der Gemeinde Stavern aufrecht erhalten wird. „Über Nachwuchs brauchen wir uns keine Sorgen machen“, so die Aussage der „älteren Generation“ der Königssinger. Bereits im November des Vorjahres beginnen die Vorbereitungen. Gesangsstücke werden geprobt, die bunten Gewänder und die selbst entworfenen Haar- und Barttrachten hergerichtet.

Seit jetzt schon über 25 Jahren werden die gesammelten Spenden an die Organisation „Leben ohne Lepra“, die von Thea Muckli aus Aschendorf aufgebaut wurde und nun von ihren Töchter weitergeführt wird, übergeben. In diesem Jahr kamen 9.300 Euro zusammen. Bisher konnten weit über 150.000 Euro übergeben werden. Geld, das direkt vor Ort in Indien eingesetzt wird. „Wir freuen uns, dass unsere Aktion so gut ankommt und wir es immer wieder schaffen, einen so hohen Geldbetrag für Indien zu sammeln“, so die Aussage der jungen Sänger.

Text/Foto: Gerd Rode

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