„Ihr seid das Herz dieses Vereins“ – Hospizverein dankt Ehrenamtlichen

1. Februar 2026

Sögel – Mit einem gut besuchten Neujahrsempfang ist der Hospizverein Sögel mit Zuversicht und starkem Rückenwind in das neue Jahr gestartet. Zahlreiche Ehrenamtliche, Förderer, Kooperationspartner sowie Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft folgten der Einladung und machten damit deutlich, wie eng die Region mit der hospizlichen Arbeit verbunden ist.

In seiner Ansprache stellte der 1. Vorsitzende Michael Strodt die Würde des Menschen und das ehrenamtliche Engagement in den Mittelpunkt. „Ein neues Jahr liegt vor uns wie ein noch unbeschriebenes Buch, dessen Seiten wir gemeinsam füllen dürfen. Im Zentrum steht immer der Mensch mit seiner Lebensgeschichte, seinen Beziehungen, seinen Ängsten und Hoffnungen. Hospizarbeit bedeutet, besonders dann füreinander da zu sein, wenn das Leben fragil wird“, sagte Strodt.

Einen besonderen Platz in seiner Rede nahm der Dank an die ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und Hospizhelfer ein. Ebenso würdigte Strodt den Vorstand sowie die hauptamtliche Koordinatorin Steffi Olliges. „Ihr seid das Herz dieses Vereins“, sagte er.

Geehrt wurden an diesem Abend auch Ehrenamtliche des sechsten Ausbildungskurses für ihr zehnjähriges Engagement sowie weitere Helferinnen aus früheren Kursen.

Der Vorsitzende berichtete, dass in 2025 47 Begleitungen durchgeführt wurden. Die durchschnittliche Begleitdauer betrug gut 53 Tage, das Durchschnittsalter der begleiteten Menschen lag bei 79 Jahren. Hinzu kamen zahlreiche Trauerbegleitungen für Angehörige.

Weiter gab der Vorsitzende bekannt, dass 13 Ehrenamtliche ihre Ausbildung beendet hätten. Neben verschiedener Projekte und Veranstaltungen – darunter „Hospiz macht Schule“ – konnte sogar mit dem Wintergarten an der Palliativstation ein neuer Ort der Begegnung geschaffen werden und er betonte: „Auch 2026 wollen wir mit offenem Herzen uns einsetzen für das, was Menschen am Ende ihres Lebens wirklich brauchen“.

Großen Dank richtete er an die vielen Spenderinnen und Spender. Mehrere Rotary-Clubs, Stiftungen, Kirchengemeinden sowie Benefizveranstaltungen unterstützten den Hospizverein mit erheblichen Beträgen. „Jede Spende ist ein stilles, aber kraftvolles Ja zu einer Arbeit, die dem Leben bis zuletzt Würde verleiht“, so Strodt.

Musikalisch wurde der Neujahrsempfang von den „Hospital Singers“ unter der Leitung von Bernd Norda gestaltet. Die ausgewählten Lieder sorgten für eine warme, ruhige Atmosphäre. Pastor Matthias Voss setzte mit einem geistlichen Impuls einen Moment des Innehaltens. In ihren Grußworten würdigten Bürgermeister Johannes Völker und Samtgemeindebürgermeister Frank Klaß die große Bedeutung der ehrenamtlichen Hospizarbeit für Sögel und die Samtgemeinde.

Text/Fotos: Lambert Brand

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