Landtagspräsident besucht FORUM Sögel

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Bernd Busemann, Präsident des Niedersächsischen Landtags, hatte sich einen besonderen Anlass für seinen Besuch in der Geschichts- und Zukunftswerkstatt des FORUM Sögel e.V. ausgewählt. Er traf dort auf Schülerinnen und Schüler des Hümmling-Gymnasiums mit deren Lehrer Henning Strotbek. Zuvor informierten der Vorsitzende Bernd Eggert und die anwesenden Mitglieder des Vorstands den Präsidenten über die Ziele und Aufgaben des Vereins. Nach dem folgenden Rundgang durch die Werkstatträume zeigte Busemann sich begeistert von  der Präsentation, so berichtet die EMS_Zeitung vom 4.Oktober. „Höchstes fachliches und technisches Niveau“ bescheinigte er lobend den Gestaltern.

Der besondere Anlass war nun, dass in der Werkstatt zur Zeit die Ausstellung „Was konnten sie tun? “- Widerstand im Nationalsozialismus – gezeigt wird. Anhand von Beispielen zeigt die Ausstellung, wie vielfältig und verschieden die Formen von Widerstand und die ihn ausübenden Menschen waren, die letztlich fast alle dafür mit dem Leben bezahlten.

Es geht also um diejenigen Menschen in der 2. und 3. Reihe, die in der Gedenkkultur zum Widerstand kaum oder gar nicht Erwähnung finden. Ihnen einen Namen und ein Gesicht zu geben, so Eggert, sei eines der Ziele für die Präsentation der Ausstellung, die von der Stiftung 20.Juli 1944 in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand zusammengestellt wurde. Aufgabe für die Schülerinnen und Schüler war es nun, sich eine Person aus dem Kreis der abgebildeten Widerständler vorzunehmen und deren Handeln rechtlich und moralisch zu bewerten. Die Ergebnisse wurden dann im Dialog mit dem Landtagspräsidenten erörtert. Dieser griff das weitere Ziel der Ausstellung auf, nämlich das Thema „Widerstand“ in die heutige Zeit zu projizieren Was erlaubt unsere Rechtsordnung und wo sind die Grenzen? Gorleben oder Stuttgart 21 seien nur zwei aktuelle Beispiele.

Einen eindringlichen Appell richtete er an die Jugendlichen zum Abschluss der Gesprächsrunde. Hinschauen nicht wegschauen, sich einbringen, informiert sein, das sind wesentliche Anforderungen an den mündigen Bürger in unserem demokratischen Staatssystem.

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