{"id":31999,"date":"2022-03-07T13:21:22","date_gmt":"2022-03-07T12:21:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/?p=31999"},"modified":"2022-03-07T13:21:22","modified_gmt":"2022-03-07T12:21:22","slug":"aelteste-bockwindmuehle-des-huemmlings","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/2022\/03\/aelteste-bockwindmuehle-des-huemmlings\/","title":{"rendered":"\u00c4lteste Bockwindm\u00fchle des H\u00fcmmlings"},"content":{"rendered":"\n<p>Spahnharrenst\u00e4tte &#8211; Mit der Geschichte und der Funktion der \u00e4ltesten Bockwindm\u00fchle des H\u00fcmmlings hat sich der Heimatkundler Willi Wigbers aus Spahnharrenst\u00e4tte befasst. Wir berichten \u00fcber die von ihm in seinem umfangreichen Archiv gesammelten Informationen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1804 wurde der Antrag gestellt, die alte aus dem fr\u00fchen 16. Jahrhundert stammende Krusemanns (Kreutzmanns) Bockwindm\u00fchle in Werlte abzubrechen, sie nach Spahnharrenst\u00e4tte zu transportieren und dort wiederaufbauen und in Betrieb nehmen zu d\u00fcrfen. Trotz Einspruch der ausw\u00e4rtigen M\u00fchlenbesitzer wurde die Genehmigung 1809 erteilt und die alte Krusemanns M\u00fchle f\u00fcr 700 Reichstaler erworben, abgebrochen und in Spahn-Harrenst\u00e4tte wieder aufgebaut. 70 Jahre nach dieser Inbetriebnahme (1879) war die Bockwindm\u00fchle jedoch bauf\u00e4llig und es wurde eine v\u00f6llig neue geschaffen, die auch aus nutzbaren Teilen der alten Krusemanns M\u00fchle bestand.<\/p>\n\n\n\n<p>Die st\u00e4ndig steigenden angelieferten Mengen Getreide konnten im Laufe der Jahre von der M\u00fchle nicht mehr bew\u00e4ltigt werden. Sie wurde 1911 stillgelegt und elf Jahre sp\u00e4ter dann abgebrochen. Im Jahre 1912 konnte eine moderne dampfbetriebene Getreidem\u00fchle bei der Molkerei in Betrieb genommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die M\u00fchle war die letzte Bockwindm\u00fchle auf dem H\u00fcmmling (vgl. Staatsarchiv Osnabr\u00fcck &#8211; Spahnharrenst\u00e4tte, die Siedlungs- und Wirtschaftsentwicklung eines H\u00fcmmlingdorfes 1982).<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Geschichte der Bockwindm\u00fchlen findet sich in Wigbers Unterlagen folgendes:<\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcheste Erw\u00e4hnungen von Bockwindm\u00fchlen (oder auch Pfahlwindm\u00fchle genannt) gab es in Belgien und Nordfrankreich zu Beginn des 11. Jahrhunderts. Sie traten im deutschen Raum h\u00e4ufiger seit Beginn des 15. Jahrhunderts auf und wurden normalerweise zum Mahlen von Getreide verwendet. Bockwindm\u00fchlen wurden in Norddeutschland seit dem 16. Jahrhundert nach und nach von den Hollandm\u00fchlen verdr\u00e4ngt. Der Name r\u00fchrt von einem Untergestell, dem \u201eBock\u201c, her, in dem das eigentliche M\u00fchlenhaus (oder der M\u00fchlenkasten) gelagert ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses meist aus Eichenholz gefertigte rechteckige M\u00fchlengeh\u00e4use ist mitsamt dem Mahlgang, dem Getriebe und den M\u00fcllereimaschinen um den senkrecht stehenden \u201eHausbaum\u201c (etwa 65 Zentimeter im Durchmesser) oder St\u00e4nder drehbar. Der M\u00fchlenkasten wird mittels eines Auslegerbaumes, dem so genannten Steerts, so gedreht, dass die M\u00fchlenfl\u00fcgel \u201eim Wind stehen\u201c. Das hei\u00dft, der Wind bl\u00e4st von vorne auf die Fl\u00fcgel und setzt sie in Bewegung. Unterst\u00fctzt wird dieses Nachdrehen des gesamten M\u00fchlenkastens mit den angeh\u00e4ngten Fl\u00fcgeln durch rund um die M\u00fchle in die Erde gerammte Pf\u00e4hle. Mit einem Flaschenzug zwischen Pf\u00e4hlen und Steert kann die M\u00fchle besser in den Wind gedreht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Text\/Fotos: Archiv Willi Wigbers<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"838\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Aelteste-Bockwindmuehle-des-Huemmlings_Bockwindmuehle-838x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-32000\" srcset=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Aelteste-Bockwindmuehle-des-Huemmlings_Bockwindmuehle-838x1024.jpeg 838w, https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Aelteste-Bockwindmuehle-des-Huemmlings_Bockwindmuehle-245x300.jpeg 245w, https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Aelteste-Bockwindmuehle-des-Huemmlings_Bockwindmuehle-768x939.jpeg 768w, https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Aelteste-Bockwindmuehle-des-Huemmlings_Bockwindmuehle-1257x1536.jpeg 1257w, https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Aelteste-Bockwindmuehle-des-Huemmlings_Bockwindmuehle-1676x2048.jpeg 1676w\" sizes=\"auto, (max-width: 838px) 100vw, 838px\" \/><figcaption>Die in Spahnharrenst\u00e4tte wieder aufgebaute und vor 100 Jahren abgerissene Bockwindm\u00fchle<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"828\" height=\"504\" src=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Aelteste-Bockwindmuehle-des-Huemmlings_Dierkes-Muehle-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-32001\" srcset=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Aelteste-Bockwindmuehle-des-Huemmlings_Dierkes-Muehle-2.jpg 828w, https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Aelteste-Bockwindmuehle-des-Huemmlings_Dierkes-Muehle-2-300x183.jpg 300w, https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Aelteste-Bockwindmuehle-des-Huemmlings_Dierkes-Muehle-2-768x467.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 828px) 100vw, 828px\" \/><figcaption>Hinter dem Haus der Familie Dierkes an der Hauptstra\u00dfe ist rechts die alte M\u00fchle zu erkennen.<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Spahnharrenst\u00e4tte &#8211; Mit der Geschichte und der Funktion der \u00e4ltesten Bockwindm\u00fchle des H\u00fcmmlings hat sich der Heimatkundler Willi Wigbers aus Spahnharrenst\u00e4tte befasst. 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