{"id":28839,"date":"2020-05-01T09:57:00","date_gmt":"2020-05-01T07:57:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/?p=28839"},"modified":"2020-04-28T20:30:36","modified_gmt":"2020-04-28T18:30:36","slug":"und-wuetet-der-swarze-dod-oder-die-pest-allhier-ein-kurzer-historischer-blick-auf-pandemien-und-epidemien-und-im-huemmling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/2020\/05\/und-wuetet-der-swarze-dod-oder-die-pest-allhier-ein-kurzer-historischer-blick-auf-pandemien-und-epidemien-und-im-huemmling\/","title":{"rendered":"\u201e[\u2026] Und w\u00fctet der swarze Dod oder die Pest allhier [\u2026]\u201c. Ein kurzer historischer Blick auf Pandemien und Epidemien und im H\u00fcmmling"},"content":{"rendered":"\n<p>H\u00fcmmling &#8211; Heute ist der Corona-Virus und die damit verbundene Lungenkrankheit Covid 19 in aller Munde. Anders als der Verfasser noch vor Wochen dachte (und \u00f6ffentlich ausgesprochen hat), ist die damit verbundene Epidemie keineswegs eine kleine Episode ohne gr\u00f6\u00dfere Auswirkungen f\u00fcr die Menschheit, wie etwa die Sars-Epidemie. Wir merken in diesen Tagen, dass unsere Gesellschaft und Wirtschaft und nicht zuletzt die Menschen von der sich rasch ausbreitenden Krankheit im Selbstgef\u00fchl und in der Substanz stark getroffen werden. Tiefe Verunsicherung, ja sogar Existenzangst macht sich bei fast allen von uns breit. Es wird wohl Jahre dauern, bis wir die Folgen der Corona-Pandemie \u00fcberwunden haben werden. Die Hoffnung geht dahin, dass die Opferzahl durch eine gro\u00dfe Selbstdisziplin der Menschen und die Erfolge der Forschung bei ihrer Suche nach Impfstoffen am Ende eher gering bleibt, und es keineswegs die bef\u00fcrchteten 500.000 Opfer in Deutschland werden, von denen derzeit oft gesprochen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass eine solche weltumspannende Epidemie keinesfalls zum ersten Mal die Menschen im H\u00fcmmling bedroht, sondern auch in anderen Zeiten eine mehr als reale Bedrohung darstellte, soll im Folgenden erl\u00e4utert werden. Dabei ist ein Streifzug durch fast 600 Jahre emsl\u00e4ndischer Geschichte von der Mitte des 14. Jahrhunderts bis weit ins 20. Jahrhundert zu bew\u00e4ltigen. Vorweg sei betont, dass hiermit nur die wichtigsten Epidemie-Ereignisse angesprochen werden und die Untersuchungen auf diesem Felde wahrhaft noch ganz am Anfang stehen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><a href=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"219\" height=\"310\" src=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29028\" srcset=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1.jpg 219w, https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1-212x300.jpg 212w\" sizes=\"auto, (max-width: 219px) 100vw, 219px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Mit dem Stichwort \u201ePest\u201c oder \u201eSchwarzer Tod\u201c war f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung des H\u00fcmmlings seit den Tagen ihres ersten, f\u00fcr sie greifbaren Erscheinens in der Mitte des 14. Jahrhunderts bis weit in die Moderne hinein stets das nackte Grauen verbunden. Innerhalb von nur vier Jahren \u00fcberzog diese Seuche, die 1347 \u2013 aus Zentralasien kommend \u2013 \u00fcber die Schwarzmeerregion die Mittelmeerh\u00e4fen Westeuropas erreichte, den ganzen Kontinent. Sie \u00e4u\u00dferte sich bei den Erkrankten durch hohes Fieber, merkw\u00fcrdige Beulen und Flecken am ganzen K\u00f6rper, starke Atemnot und qu\u00e4lenden Husten. Das Erschreckende an der Krankheit war nicht nur das Elend der Infizierten, sondern die mit ihrer Verbreitung verbundene \u00fcberw\u00e4ltigende Sterblichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oben: Begr\u00e4bnis von Opfern der Beulenpest in Tournai. Teil einer Miniatur aus den Chroniken des Abtes Gilles Li Muisis (1272\u20131352), Biblioth\u00e8que royale de Belgique.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"163\" height=\"275\" src=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/2-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29030\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Links: Die durch das Bakterium Yersinia pestis ausgel\u00f6ste Pest ist eine Krankheit, die in erster Linie Nager bef\u00e4llt. Durch den Stich des Rattenflohs wird ein neuer Wirt infiziert, z.B. auch ein Mensch. Der hier abgebildete Menschenfloh kommt als \u00dcbertr\u00e4ger der Pest in Frage. (Bild: LWL\/S. Leenen)<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"blob:https:\/\/www.forum-soegel.de\/7fe298f8-b2db-4bbc-bf71-e902586733d5\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>In Florenz, das 1348 heimgesucht wurde, beobachtete ein Zeitgenosse, der ber\u00fchmte Literat Boccaccio (1313 \u2013 1375) folgendes:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSo konnte, wer \u2013 zumal am Morgen \u2013 durch die Stadt gegangen w\u00e4re, unz\u00e4hlige Leichen liegen sehen. Dann lie\u00dfen sie Bahren kommen oder legten, wenn es an diesen fehlte, ihre Toten auf ein blo\u00dfes Brett. Auch geschah es, dass auf einer Bahre zwei oder drei davongetragen wurden, und nicht einmal, sondern viele Male h\u00e4tte man z\u00e4hlen k\u00f6nnen, wo dieselbe Bahre die Leichen des Mannes und der Frau oder zweier und dreier Br\u00fcder und des Vaters und seines Kindes trug.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>45\u201350 % der europ\u00e4ischen Bev\u00f6lkerung starben nach aktuellen Sch\u00e4tzungen in dieser Zeit w\u00e4hrend einer Zeitspanne von vier Jahren. Man kann sich ausmalen, welche Folgen im sozialen Zusammenleben und psychologischen Nebenwirkungen sich daraus ergeben mussten. Der bereits erw\u00e4hnte Boccaccio schreibt:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir wollen dar\u00fcber schweigen, dass ein B\u00fcrger den anderen mied, dass fast kein Nachbar f\u00fcr den anderen sorgte und sich selbst Verwandte gar nicht oder nur selten und dann nur von weitem sahen. Die f\u00fcrchterliche Heimsuchung hatte eine solche Verwirrung in den Herzen der M\u00e4nner und Frauen gestiftet, dass ein Bruder den anderen, der Onkel den Neffen, die Schwester den Bruder und oft die Frau den Ehemann verlie\u00df; ja, was noch merkw\u00fcrdiger und schier unglaublich scheint: Vater und Mutter scheuten sich, nach ihren Kindern zu sehen und sie zu pflegen \u2013 als ob sie nicht die ihren w\u00e4ren (\u2026). Viele starben, die, wenn man sich um sie gek\u00fcmmert h\u00e4tte, wohl wieder genesen w\u00e4ren. Aber wegen des Fehlens an ordentlicher, f\u00fcr den Kranken n\u00f6tiger Pflege und wegen der Macht der Pest war die Zahl derer, die Tag und Nacht starben, so gro\u00df, dass es Schaudern erregte, davon zu h\u00f6ren, geschweige denn es mitzuerleben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><a href=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"328\" height=\"411\" src=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29032\" srcset=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/3.jpg 328w, https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/3-239x300.jpg 239w\" sizes=\"auto, (max-width: 328px) 100vw, 328px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>In welchem Umfang der H\u00fcmmling in der Zeit um 1350, als die Welle Niedersachsen erfasste, von der Pest betroffen worden ist und ob und wie sehr sie auch hier den gesellschaftlichen Zusammenhalt zerst\u00f6rte, l\u00e4sst sich nicht sagen. Es gibt keine direkt auf die Region bezogene Quelle.&nbsp; Der Chronist Eggerik Benninga (1492 \u2013 1562) berichtet \u00fcber 150 Jahre sp\u00e4ter aber in Bezug auf seine Heimat, dass<\/p>\n\n\n\n<p>\u201ein Ostfriesland ene feningige pestientie gewesen, da vele dusent menschen olt und juck hastich hen gesturven, dat do to der tidt nemande kunde gedenken, dat sonanige feninige pestilentie in de Freeslande hadde gewesen.\u201c (Chronica der Friesen, bearb. von Louis Hahn, S. 476)<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das Emsland behauptet Johannes Bernhard Diepenbrock in seiner 1838 erschienen \u201eGeschichte des vormaligen m\u00fcnsterischen Amtes Meppen\u201c, die Krankheit habe in Meppen s\u00e4mtliche Mitglieder der Kaufmannschaft hinweggerafft und auch dem Ackerbau viele arbeitende H\u00e4nde entzogen. Viel Land sei f\u00fcr lange Zweit unbebaut und w\u00fcst liegen geblieben und zwischen Bunde und Weener seien an die 7.000 Menschen der Pest erlegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00f6nnen nicht mehr ermessen, wie viel Wahres in diesen Angaben steckt. Fest steht aber, dass die Krankheit seither auch im H\u00fcmmling unglaubliche Angst und Panik verbreitete. Das Bewusstsein, t\u00e4glich, ja st\u00fcndlich dem Tod ins Auge zu schauen, war nun tief im Wesen der Menschen eingewurzelt. Es verging kein Jahrzehnt, in dem die Epidemie sich nicht wieder zur\u00fcckmeldete. So h\u00f6ren wir f\u00fcr 1356 von einem zweiten Sterben in Mitteleuropa, insbesondere in Franken, 1362 von deinem dritten und so weiter, bis man zu z\u00e4hlen aufh\u00f6rte. Die Ausma\u00dfe freilich, waren nun weniger verheerend und nicht mehr fl\u00e4chendeckend. Diepenbrock erw\u00e4hnt f\u00fcr das Emsland einen zweiten Pestzug um 1400, dann wieder einen f\u00fcr 1575, wo explizit das n\u00f6rdliche Emsland betroffen ist. 1578\/79 und 1582 grassierte die Pest in Hasel\u00fcnne und Meppen (wo deswegen das H\u00f6lting-Sch\u00fctzenfest ausfiel). Inwieweit bzw. wie stark der H\u00fcmmling betroffen war, kann wiederum nicht gesagt werden. Fest steht nur, dass die Gegend (deswegen?) um 1530 mit insg. nur rd. 2000 Menschen au\u00dferordentlich d\u00fcnn besiedelt gewesen ist (heute 45.000 Einwohner!).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wirren des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges und damit verbundene, h\u00e4ufige Durchz\u00fcge und Stationierungen fremder Truppen wie der Spanier, D\u00e4nen, \u00d6sterreicher und Schweden sowie eine schlechte Versorgungslage sorgten hier dann f\u00fcr neue Pestwellen und andere Krankheiten wie Typhus, Ruhr und Syphilis.&nbsp; 1635\/36 h\u00f6rt man aus der Grafschaft Bentheim, dass \u201edie pestilenz daselbst sehr stark grassiert\u201c und \u201ein de Tydt fast an de duisent Menschen, jung und aldt, alhir an der Pesten gestorven sindt\u201c.&nbsp; \u00c4hnliches ereignete sich im Kirchspiel Ankum. Um 1656 musste Hasel\u00fcnne die Krankheit \u00fcber sich ergehen lassen. Scheunen vor den Toren der Stadt wurden als Quarant\u00e4nestationen eingerichtet, allerdings nur f\u00fcr die armen Leute, und keiner durfte in die Stadt, wenn er aus einem pestverseuchten Gebiet kam.<\/p>\n\n\n\n<p>Der H\u00fcmmling war in diesen Tagen vielleicht wieder nicht betroffen. Umso mehr aber wurde er von der gro\u00dfen Pestwelle erfasst, die im Sommer und Herbst des Jahres 1666 mitten im M\u00fcnsterisch-holl\u00e4ndischen Krieg von den Niederlanden her auf ihn zurollte. Es war die \u201econtagieuse Pestilenz\u201c, die Beulenpest, die die M\u00fcnsterischen Truppen, welche auf ihrem R\u00fcckmarsch aus Holland in Meppen und in andere an der Ems gelegenen D\u00f6rfern einquartiert wurden, mit einschleppten. Die Seuche verbreitete sich in Windeseile, so dass binnen weniger Monate in Meppen 800 Tote zu beklagen waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Holger Lemmermann f\u00fchrt auf der Basis der im Titel schon angef\u00fchrten Behnes-Chronik und der seit 1662 im Kirchspiel S\u00f6gel eingef\u00fchrten Sterberegister aus:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAuf dem H\u00fcmmling ereigneten sich die ersten Todesf\u00e4lle, bei denen die \u201ePest\u201c als Ursache diagnostiziert wurde, in Werpeloh. Hier starben am 1. bzw. 3. Juni Taleke und Christina Clae\u00dfens an der \u201epeste in Frisia\u201c. [\u2026]. Am 27. Juni erlag Steineke H\u00fclsmann in Spahn der Pest, er sollte nicht der einzige bleiben. In den folgenden zwei Monaten raffte die Seuche nicht weniger als 10 weitere Bewohner dieses kleinen Dorfes dahin. Alle waren Mitglieder der beiden Beerbten-Familien Vo\u00df (7) und Backmann (3). Man versteht, dass dieses grausame Geschehen die \u00dcberlebenden veranlasste, aus Dankbarkeit f\u00fcr die Errettung ein Kreuz, das heute noch vorhandene \u201eSpahner Pestkreuz\u201c, zu errichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere, auf die Pest zur\u00fcckzuf\u00fchrende Todesf\u00e4lle im Kirchspiel S\u00f6gel verzeichnete man in Werpeloh (1) und Sprakel (4). Dass diese insgesamt 18 Pesttoten, die in den Kirchenb\u00fcchern als solche festgehalten sind, nicht alle waren, beweist die Chronik der Familie Behnes, die den am 24.7. 1666 verstorbenen Hermann J\u00fcrgens (Behnes) als Opfer der Pest bezeichnet, w\u00e4hrend die Sterberegister dieser Tatsache keine Erw\u00e4hnung tun. [\u2026]. \u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Blick auf die Eintr\u00e4ge macht deutlich, dass insbesondere Spahn, wo 11 Personen verstarben, hart getroffen wurde, so hart, dass man hier sp\u00e4ter behauptete, nur elf Menschen \u00fcberhaupt h\u00e4tten die Seuche \u00fcberlebt. Bei damals rd. 70 Einwohnern kommen wir hier tats\u00e4chlich auf eine Sterbequote von etwas \u00fcber 15 Prozent!<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberliefert wird f\u00fcr Spahn zudem, dass sich in den Tagen der Pest \u201emilchiger Nebel mit stinkendem Geruch \u201etagelang \u00fcber den kleinen Ort gelegt habe. Menschen wurden krank und starben, bis ein beherzter Mann auf dem Brink ein Kreuz mit der Inschrift \u201eHerr Jesu Christ, wende ab alle Pestilenz, die so schreckliche Krankheit!\u201c aufstellte, um das sich die noch lebenden Dorfbewohner versammelten und den Himmel um Rettung anflehten. Der wei\u00dfe Nebel verwandelte sich in eine schwarze Wolke, zog in Stevens\u2018 \u201eBoomkamp\u201c und kroch dort in einen hohlen Eichenbaum. Man schlug daraufhin einen schweren Holzst\u00f6psel in das Loch und bannte die Seuche. Ein kurz darauf aufgestelltes Pestkreuz erinnert an dieses angebliche Rettungsereignis und lange noch versammelte sich die Gemeinde hier j\u00e4hrlich zu einer Prozession und zu eiem gemeinsamen Gebet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"609\" height=\"847\" src=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/4-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29033\" srcset=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/4-1.jpg 609w, https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/4-1-216x300.jpg 216w\" sizes=\"auto, (max-width: 609px) 100vw, 609px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/5.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29034\" width=\"534\" height=\"379\" srcset=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/5.jpg 371w, https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/5-300x213.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir wissen nicht, ob es auch im Kirchspiel Werlte Sterbef\u00e4lle in Folge der Pest von 1666 gegeben hat, da die Sterbeeintr\u00e4ge im Kirchenbuch erst mit dem Jahr 1667 beginnen. Vermutlich ging hier \u2013 auch in Folge harter Quarant\u00e4nema\u00dfnahmen \u2013 alles glimpflich aus. Alles deutet darauf hin, dass nur vier D\u00f6rfer, Werpeloh, Sprakel, Spahn und wohl auch S\u00f6gel heimgesucht wurden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"376\" height=\"321\" src=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/7.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29035\" srcset=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/7.jpg 376w, https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/7-300x256.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 376px) 100vw, 376px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>In der Folgezeit blieb in den Menschen die Angst vor der Pest tief verwurzelt, allerdings r\u00fcckten in den anschlie\u00dfenden Jahrhunderten andere Krankheiten weitaus st\u00e4rker mehr in den Vordergrund.<\/p>\n\n\n\n<p>Anzuf\u00fchren sind die f\u00fcr die Neugeborenen und Kinder sehr gef\u00e4hrlichen Masern, der Scharlach, das um 1720 aufkommende \u201ePicardsche Schwei\u00dffieber\u201c oder der im Sommer durch die Fliegen in den Wohnh\u00e4usern weit verbreitete Paratyphus.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Krankheiten sorgten bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts gewiss auch im H\u00fcmmling f\u00fcr reiche Ernte. Danach standen sie aber eindeutig im Schatten einer anderen schweren Infektionskrankheit. In der Zeit zwischen 1773 und 1776 findet sich in dem Sterbeverzeichnis des Kirchspiels Werlte n\u00e4mlich immer wieder, und zwar ausschlie\u00dflich bei Kindern, der Hinweis \u201epustulis\u201c oder \u201epustulis extictus\u201c, \u201ePocken\u201c oder \u201edurch Pocken ausgel\u00f6scht\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Pocken oder \u201eKindsblattern\u201c scheinen seit 1766, und zwar beginnend im eben erw\u00e4hnten Werlte, wo in diesem und in dem folgenden Jahr insg. 28 Kinder starben, schwer gew\u00fctet zu haben. Seit 1767 treten in dem damals rd. 2400 Seelen umfassenden Kirchspiel auch Vrees (7 Kinder), Wehm (8) und H\u00fcven (6) als besonders betroffene Orte hinzu. Danach beruhigte sich f\u00fcr wenige Jahre die Lage, bis im Jahre 1773 Werlte (21), Bockholte (9), H\u00fcven (7), Lahn (7), Ostenwalde (6), Wehm (14!) und Wieste (8) voll ins Fadenkreuz der Krankheit gerieten. Zusammengerechnet gab es im bezeichneten Jahr 123 Tote, wovon insgesamt 75 Kinder (bis 14 J.) einen Anteil von 61 % ausmachten. Die Sterblichkeit lag hier nun bei rd. 5,5 %, w\u00e4hrend sie sich in den vier Jahren zuvor lediglich bei jeweils rund 2,2, % bewegte. Auff\u00e4llig ist, dass der kleine, damals rd. 170 Einwohner z\u00e4hlende Ort Harrenst\u00e4tte und das ebenfalls zum Kirchspiel Werlte geh\u00f6rende Vrees damals noch weitgehend von den Pocken verschont blieben. Dann aber schnellten auch hier die Zahlen abrupt empor (Harrenst\u00e4tte im Jahr 1779: 13 Kinder von insg. 15 Verstorbenen;&nbsp; Vrees&nbsp; i.J. 1780 17 Kinder bei insg. 21 Verstorbenen).<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/10.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29037\" width=\"343\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/10.jpg 527w, https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/10-300x245.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 343px) 100vw, 343px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Kirchenbucheintrag am 12. Januar: obiit ex Werlte infans Abel Park Lambertus pustulis extictus extrema unctione munitus (Es starb aus Werlte das Kind Lambertus von Abel Park durch Pocken ausgel\u00f6scht, doch mit Nottaufe bewehrt\u201c)<\/p>\n\n\n\n<p>Im Kirchspiel S\u00f6gel (damals ca. 2300 Einwohner) blieb die Lage hingegen bis 1780 bemerkenswert ruhig. Die Zahl der Verstorbenen variierte gem\u00e4\u00df den Kirchenbucheintr\u00e4gen von St. Jacobus j\u00e4hrlich zwischen 40 \u2013 80. 1781 aber schoss die Zahl auf 168 Todesf\u00e4lle hoch (7 % der Gesamtbev\u00f6lkerung!). Erschreckend dabei ist erneut, dass sich die Zahl der verstorbenen Kinder auf 92 belief! Die \u201eHotspots\u201c waren in diesem Jahr jedoch sehr ungleich im Kirchspiel verteilt. In Werpeloh (rd. 400 Einwohner) waren 38 Tote zu beklagen, in Wahn (ebenfalls rd. 400 Einwohner) sogar 43, wobei der Anteil der Kinder sich bei jeweils 28 belief, w\u00e4hrend sich andernorts, etwa in Sprakel, Klein Stavern oder Wippingen ein eher normales Bild abzeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Jahren darauf beruhte sich die Lage im Kirchspiel S\u00f6gel etwas und die Sterblichkeit pro Jahr sank (bis auf 1786\/87, wo die Kurve auf 95 bzw. 84 hochschnellte), und zwar auf im Schnitt 50 \u2013 70 Menschen. Im Jahr 1797 aber starben erneut 142 Personen, von denen 108(!) Kinder waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Anders als im Falle von Werlte und Umgebung, wo die Eintr\u00e4ge eindeutig sind, wissen wir im Falle von S\u00f6gel und den umliegenden Bauernschaften nicht genau, ob die Pocken die alleinige Ursache f\u00fcr das massenhafte Sterben gerade der Kinder gewesen sind. Hervorzuheben gilt aber auch hier, dass die Todesf\u00e4lle nicht \u00fcber das ganze Jahr hinweg gleichm\u00e4\u00dfig verteilt waren, sondern die Kurve, wie im Kirchspiel Werlte einige Jahre zuvor h\u00e4ufiger geschehen, erst im Mai steil emporstieg und sich die Lage dann erst im Januar 1798 beruhigte. Allein Spahn, welches 1797 \u201enur\u201c 4 tote Kinder zu beklagen hatte, verzeichnete im Jahr 1798 noch 8 verstorbene Kinder bei insg. 13 Todesf\u00e4llen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Pocken blieben auf dem H\u00fcmmling nicht dauerhaft die dominante, die Kinder reihenweise dahinraffende Epidemie. Um 1800 begannen gezielte Pockenschutzimpfungen und bald galt die Impfpflicht. Unter den hochansteckenden Krankheiten wurde der Staffelstab nun an die Ruhr, die Cholera, die Diphtherie, die Tuberkulose und den Typhus weitergereicht. Sie feierten allesamt bei den vor Ort immer noch ungen\u00fcgenden hygienischen Verh\u00e4ltnissen in den Behausungen mehr oder weniger frohe Urst\u00e4nde. Im Jahre 1889 starben z.B. in Wehm 8-10 Menschen am Typhus, 1985 in Bockholte 14 Kinder an Diphtheritis und 1917 in Vrees 40 Menschen an der Ruhr.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Herbst 1918, in der Schlussphase des 1. Weltkrieges, musste der H\u00fcmmling schlie\u00dflich den Durchzug der \u201eSpanischen Grippe\u201c erleben.&nbsp; Diese Virus-Erkrankung umrundete 1918 binnen weniger Monate die gesamte Erde. Bis 1920 t\u00f6tete sie mehr Menschen, als \u00fcberhaupt im Ersten Weltkrieg starben. Die durch einen ungew\u00f6hnlich virulenten Abk\u00f6mmling des Influenzavirus (Subtyp A\/H1N1) verursachte Seuche, die 1918 pl\u00f6tzlich auftrat und bis 1920 weltweit w\u00fctete, raffte je nach verschiedenen Sch\u00e4tzungen 20 bis mehr als 100 Millionen Menschen dahin. Sie hinterlie\u00df wahrscheinlich mehr Tote als jede andere Krankheit davor und danach in der Geschichte. Dieses Ausma\u00df ist vielen Menschen in jener Zeit nicht bewusst gewesen. In vielen L\u00e4ndern wurden Todesf\u00e4lle angesichts des noch w\u00fctenden Weltkrieges gar nicht dokumentiert, zeitweise starben auch einfach zu viele Menschen gleichzeitig.<\/p>\n\n\n\n<p>Allein im damaligen Deutschen Reich soll die Spanische Grippe rund 426.000 Menschen das Leben gekostet haben &#8211; so viele Einwohner haben Augsburg und Regensburg heute zusammen! Die Erkrankung, die in Deutschland auf von Hunger und Entbehrung geschw\u00e4chte Menschen traf, begann mit Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen und endete f\u00fcr viele mit einer begleitenden bakteriellen Lungenentz\u00fcndung und dem Tod wenige Tage sp\u00e4ter. In der ersten Ansteckungswelle im Fr\u00fchjahr 1918, gegen Ende des Ersten Weltkriegs, erkrankten sehr viele Menschen, bekamen etwa drei Tage lang Sch\u00fcttelfrost und Fieber, aber nur wenige starben daran. Im Herbst folgte jedoch eine zweite, diesmal t\u00f6dliche Welle. Die entfaltete vor allem dort, wo viele Menschen zusammenkamen, ihre gro\u00dfe Wucht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"607\" height=\"401\" src=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/8-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29038\" srcset=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/8-1.jpg 607w, https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/8-1-300x198.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 607px) 100vw, 607px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Auff\u00e4llig ist, dass in den Orten der Samtgemeinde S\u00f6gel gem\u00e4\u00df den Sterbeeintr\u00e4gen der einzelnen Kirchengemeinden ganz unterschiedliche Todesraten zu verzeichnen sind. Das damals auf gut 1400 Einwohner angewachsene S\u00f6gel z.B. hatte zwischen dem 7. Oktober und dem 27. Dezember nur 10 Todesf\u00e4lle mit dem Vermerk Grippe und\/oder Lungenentz\u00fcndung zu verzeichnen, in Werpeloh waren es (zw. dem 23.10. \u2013 20. 11.) 3 F\u00e4lle, in Stavern (5.11. &#8211; 22.12) 6, in Ber\u00dfen (14.10. \u2013 27.12.) 3 und in H\u00fcven (4.11. \u2013 2.12.) ebenfalls 3 F\u00e4lle. In B\u00f6rger und in der kleinen Gemeinde Spahn hingegen summierte sich alles zwischen 5. November und 12. Dezember auf 14 bzw. 10 Todesf\u00e4lle durch Grippe, worunter sich in Spahn auch vier russische Kriegsgefangene befanden, die \u2013 in der alten Viehwaage am Brink n\u00e4chtlich auf engem Raum interniert \u2013 zwischen dem 24. und 27. November Schlag auf Schlag hinweggerafft wurden. Im nahe gelegenen Harrenst\u00e4tte starben zeitlich etwas nach hinten versetzt zwei erwachsene Personen. \u00dcber die dortige Schulchronik wissen wir ferner, dass es neben zahlreichen schwer Erkrankten noch ein weiteres Opfer, vermutlich im Fr\u00fchjahr 1919, gab:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie diesj\u00e4hrigen Herbstferien mussten bis zum 2. Dezember verl\u00e4ngert werden, da viele Kinder und auch die Lehrerin an der \u00fcberall verbreiteten (Spanischen) Grippe erkrankten. Dieselbe trat hier jedoch nicht so b\u00f6sartig auf wie in manchen anderen Orten. Ein junges M\u00e4dchen fiel ihr zum Opfer.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die Todesf\u00e4lle in der Samtgemeinde Werlte konnte noch kein genaues Bild gewonnen werden. Werlte selbst verzeichnet laut den Kirchenbucheintr\u00e4gen 18 F\u00e4lle von Grippe und\/oder Lungenentz\u00fcndung. Allerdings gibt es einen interessanten Eintrag in der Chronik des St. Raphael-Stiftes Werlte von 1890 \u2013 1998, der dem Leser zum Schluss nicht vorenthalten werden soll:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIm November brach in Werlte die Grippe aus, der zahlreiche Einwohner zum Opfer fielen. Vier Wochen hindurch war unser Krankenhaus von Grippe-Kranken \u00fcberf\u00fcllt und auch au\u00dferhalb des Hauses mussten die Schwestern jede Nacht wachen. Unter den vielen Todesf\u00e4llen, die wir schmerzlich zu beklagen hatten, ist es besonders der Tod der Lehrerin Elisabeth Kaiser, der uns tief betr\u00fcbte [&#8230;].\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vor dem Hintergrund des Dargebotenen mag es den Leser somit vielleicht etwas beruhigen, dass die heute grassierende Pandemie in ihrem Charakter bereits gut durchleuchtet ist und die zurzeit laufenden Eind\u00e4mmungsma\u00dfnahmen zumindest in deutschen Landen ihre Wirkung zeigen. Ein massenhaftes Wegsterben und damit verbunden ein wie bei Boccaccio geschildertes vollst\u00e4ndiges Zusammenbrechen der \u00f6ffentlichen und sozialen Ordnung stehen somit wohl nicht zu erwarten. Die weitere Hoffnung geht nun dahin, dass die Zahl der Todesopfer sich in Grenzen h\u00e4lt und die Menschheit rasch ein geeignetes und f\u00fcr alle erschwingliches Gegenmittel in die H\u00e4nde bekommt!<\/p>\n\n\n\n<p>Text: Dr. Heinrich Konen<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Literaturhinweise:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zitat aus den Aufzeichnungen des Hermann J\u00fcrgens Behnes (+ 1666). Vgl. die (unver\u00f6ffentlichte) Chronik der Familie Behnes aus S\u00f6gel, zusammengestellt von Carl Behnes und J\u00fcrgen Behnes, 1974.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vgl. Giovanni Boccaccio: Dekameron \u2013 Erste Geschichte, \u00dcbers. Nach Zeno.org.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vgl. Dekamaron ebd.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vgl.&nbsp; J. B. Diepenbrock: Geschichte des vormaligen m\u00fcnsterschen Amtes Meppen \u2026 2. Aufl. M\u00fcnster 1865.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vgl. Dieter Simon: Oh Herr, wende ab die Pestilenz. Der Schwarze Tod im Emsland und in den benachbarten Regionen. Jb EHB 49, 2003, 281-300<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vgl. Simon a.a.O., S. 292.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vgl. Diepenbrock a.a.O., S. 463.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Auf dem Freien H\u00fcmmling, S\u00f6gel 1995, 62f..&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>vgl. Manfred Vasold: Die letzte gro\u00dfe Pockenepidemie in Deutschland \u2013 200 Jahre Impfung gegen Pocken. In: Naturwissenschaftliche Rundschau. Band 60, Nr. 4, 2007, S. 183\u2013187<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vgl. die Bemerkungen zu den einzelnen D\u00f6rfern in: Kreislehrerverein (Hrsg.): Der H\u00fcmmling. Ein Heimatbuch. 1929<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Woher die Grippe kam, ist nicht endg\u00fcltig gekl\u00e4rt &#8211; aber wohl nicht aus Spanien. Hier wurde nur zuerst und am Eingehendsten \u00fcber die Krankheit berichtet. Sie scheint vielmehr im mittleren Westen der USA in Kansas ausgebrochen und mit den Soldaten der Vereinigten Staaten im Jahre 1918 in den Krieg nach Europa gekommen zu sein.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aus: Heinrich H\u00f6mme: Werlte und Umgebung in alten Bildern, Werlte 2005, S. 314.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-0 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><\/ul><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"H\u00fcmmling &#8211; Heute ist der Corona-Virus und die damit verbundene Lungenkrankheit Covid 19 in aller Munde. 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