{"id":26771,"date":"2019-05-05T12:53:52","date_gmt":"2019-05-05T10:53:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/?p=26771"},"modified":"2019-05-05T12:53:52","modified_gmt":"2019-05-05T10:53:52","slug":"rumaenisch-orthodoxe-kirchengemeinde-will-holzkirche-in-soegel-realisieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/2019\/05\/rumaenisch-orthodoxe-kirchengemeinde-will-holzkirche-in-soegel-realisieren\/","title":{"rendered":"Rum\u00e4nisch-orthodoxe Kirchengemeinde will Holzkirche in S\u00f6gel realisieren"},"content":{"rendered":"<p>S\u00f6gel &#8211; Die rum\u00e4nisch-orthodoxe Kirchengemeinde Papenburg-S\u00f6gel will auf dem H\u00fcmmling eine Kirche bauen. In S\u00f6gel soll das in Norddeutschland erste Gotteshaus f\u00fcr diese christliche Glaubensgemeinschaft entstehen. Der Holzbau mit Platz f\u00fcr 200 Gl\u00e4ubige soll in Rum\u00e4nien vorgefertigt und dann am Ortsrand von S\u00f6gel aufgebaut werden. Der Kirchturm wird 26 Meter hoch sein, die L\u00e4nge der Kirche wird mit 25 Meter beziffert. Die Kosten von insgesamt rund 300.000 Euro wollen die Kirchengemeindemitglieder durch Spenden finanzieren. Die Gemeinde S\u00f6gel stellt der Kirche das gut 3.000 Quadratmeter gro\u00dfe Grundst\u00fcck zur Verf\u00fcgung; darauf hatte der Gemeinderat mit einstimmigem Beschluss verst\u00e4ndigt.<\/p>\n<p>Landratskandidat Marc-Andr\u00e9 Burgdorf (CDU) konnte sich bei einem Gespr\u00e4ch im Architekturb\u00fcro Radke in S\u00f6gel einen ersten \u00dcberblick \u00fcber die geplante Bauma\u00dfnahme verschaffen. Er zeigte sich beeindruckt von der Bauweise, die ganz aus Holz realisiert werden soll. Besonderes Interesse fand die k\u00fcnstlerische Ausgestaltung der Kirche, die Ikonenmaler aus Rum\u00e4nien anfertigen. \u201eAuch f\u00fcr den Landkreis kann das im Sinne der Integration ein Leuchtturm werden\u201c, sagte Burgdorf. \u201eIch w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass die Gl\u00e4ubigen mit der rum\u00e4nisch-orthodoxen Kirche eine kleines St\u00fcck echte Heimat hier im Emsland finden.\u201c Burgdorf, selbst studierter Theologe, zeigte sich offen f\u00fcr jede Glaubensform im Emsland, wenn sie das Ziel verfolge, den Menschen zu dienen, zu Gemeinschaft und Integration und damit zum Wohle der ganzen Gesellschaft beizutragen. Dieses Gef\u00fchl vermitteln mir die rum\u00e4nischen Mitb\u00fcrger sehr.<\/p>\n<p>Pater Matei Marius-Gabriel ist Priester der Pfarrgemeinde &#8222;Apostel Jakobus des Herrn und Heiliger Jer. Nektarie von Eghina &#8222;- Papenburg-S\u00f6gel, die zur Rum\u00e4nisch Orthodoxen Metropolie f\u00fcr Deutschland mit Sitz in N\u00fcrnberg geh\u00f6rt. Nach seinen Aussagen wohnen etwa 6.000 rum\u00e4nische Mitb\u00fcrgerinnen und Mitb\u00fcrger im Emsland. Sie arbeiteten gr\u00f6\u00dftenteils bei der Werft in Papenburg, im Metall- und Maschinenbau oder auf den Schlachth\u00f6fen in S\u00f6gel und Haren. \u201eDie neue Kirche in S\u00f6gel soll aber grunds\u00e4tzlich allen Menschen offen stehen, die zum Gebet einkehren wollen\u201c. Die Gottesdienste der Pfarrgemeinde werden zurzeit in der katholischen St. Jakobus Kirche in S\u00f6gel abgehalten. \u201eDaf\u00fcr sind wir sehr dankbar. Wir versp\u00fcren aber den gro\u00dfen Wunsch, eine eigene, f\u00fcr unsere Liturgie passende Kirche zu errichten. Und wir bekommen daf\u00fcr gro\u00dfe Unterst\u00fctzung von unseren eher jungen Kirchengemeindemitgliedern. Die Gottesdienste werden in rum\u00e4nischer Sprache abgehalten, es werden aber immer mehr deutschsprachige Elemente eingebaut\u201c, so Pater Matei Marius-Gabriel.<\/p>\n<p>\u201eWir f\u00fchlen uns hier gut aufgehoben\u201c, berichtete dann auch Alina Lia als Vertreter des Kirchenvorstandes. \u201eDie Menschen aus Rum\u00e4nien sehen hier im Emsland eine gute Zukunft f\u00fcr ihre Familien. Sie kommen mit dem Ziel, hier entweder dauerhaft mit ihren Familien wohnen zu wollen, manche auch nur f\u00fcr einen bestimmten Zeitraum, um ein finanzielles Polster f\u00fcr die eigene Familie in Rum\u00e4nien aufzubauen. \u201eAber nicht selten wird aus einem geplanten Zweijahresaufenthalt dann doch ein dauerhaftes Bleiben.\u201c Denn wenn die Kinder hier erst mal zwei Jahre gewohnt h\u00e4tten, seien sie meist schon durch Schul- und Kindergartenbesuche gut integriert. Eine eigentlich geplante R\u00fcckkehr in die Heimat werde dann nicht selten verworfen.<\/p>\n<p>Samtgemeindeb\u00fcrgermeister G\u00fcnter Wigbers: \u201eWir sind froh \u00fcber die Menschen, die aus Rum\u00e4nien zu uns kommen. Ohne Zuwanderung hat die regionale Wirtschaft keine Chance; und ohne Zuwanderung werden wir unseren Lebensstandard nicht aufrecht erhalten k\u00f6nnen. Uns fehlen Arbeitskr\u00e4fte an allen Enden: in der Pflege, in den Krankenh\u00e4usern, im Handwerk und vor allem in den Industriebetrieben.\u201c Irmgard Welling, B\u00fcrgermeisterin der Gemeinde S\u00f6gel erg\u00e4nzte: \u201eIch sehe den Zuzug von Menschen aus Osteuropa als gro\u00dfen Gewinn. Beide Seiten m\u00fcssten Integration wollen und unterst\u00fctzen. Wenn dies gelingt und wir den Menschen eine neue Heimat bieten, ist das auch eine Chance f\u00fcr unsere Gemeinde. Mit der partei\u00fcbergreifenden und geschlossenen Unterst\u00fctzung der Gemeinde S\u00f6gel beim Bau der neuen Kirche wollen wir im Sinne des Willkommenseins und der Integrationskraft unserer Gemeinde ein Zeichen setzen\u201c. Die Holzkirche in ihrer ungew\u00f6hnlichen Bauweise werde als erste ihrer Art in Norddeutschland nicht nur zum Besuchermagnet; ich w\u00fcnsche mir, dass sie zur St\u00e4tte f\u00fcr Begegnung, Verst\u00e4ndnis, Freundschaft und Integration wird; die Chancen daf\u00fcr stehen gut. In Traunreut beispielsweise ist das vorbildlich gelungen.\u201c<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung erf\u00e4hrt die junge Kirchengemeinde auch vom \u00f6rtlichen Architekturb\u00fcro Radke, dass sich bereit erkl\u00e4rt hatte, die Kirche zu konstruieren und die Bauantragsunterlagen zu erstellen. Inhaber Henning Radke dazu: \u201eIn der heutigen Zeit eine Kirche neu zu bauen, ist wohl die gro\u00dfe Ausnahme. Bei der Gestaltung dieses spannenden Projektes sind wir gerne ehrenamtlich dabei und freuen uns schon jetzt, den Kirchenbau in unser Portfolio mit aufnehmen zu d\u00fcrfen.\u201c<\/p>\n<p>Text\/Foto: Samtgemeinde S\u00f6gel<\/p>\n<div id=\"attachment_26772\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/NUR-INTERNET-Rum\u00e4nisch-orthodoxe-Kirchengemeinde-will-Holzkirche-in-S\u00f6gel-realisieren.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-26772\" class=\"size-medium wp-image-26772\" src=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/NUR-INTERNET-Rum\u00e4nisch-orthodoxe-Kirchengemeinde-will-Holzkirche-in-S\u00f6gel-realisieren-300x198.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/NUR-INTERNET-Rum\u00e4nisch-orthodoxe-Kirchengemeinde-will-Holzkirche-in-S\u00f6gel-realisieren-300x198.jpg 300w, https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/NUR-INTERNET-Rum\u00e4nisch-orthodoxe-Kirchengemeinde-will-Holzkirche-in-S\u00f6gel-realisieren-768x506.jpg 768w, https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/NUR-INTERNET-Rum\u00e4nisch-orthodoxe-Kirchengemeinde-will-Holzkirche-in-S\u00f6gel-realisieren-1024x674.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-26772\" class=\"wp-caption-text\">v.l. Alina Lia, Marc-Andr\u00e9 Burgdorf, Pater Matei Marius-Gabriel, Henning Radke, G\u00fcter Wigbers, Marion Kuper (Architekturb\u00fcro Radke), Irmgard Welling<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"S\u00f6gel &#8211; Die rum\u00e4nisch-orthodoxe Kirchengemeinde Papenburg-S\u00f6gel will auf dem H\u00fcmmling eine Kirche bauen. In S\u00f6gel soll das in Norddeutschland erste Gotteshaus f\u00fcr diese christliche Glaubensgemeinschaft entstehen. Der Holzbau mit Platz f\u00fcr 200 Gl\u00e4ubige soll in Rum\u00e4nien vorgefertigt und dann am Ortsrand von S\u00f6gel aufgebaut werden. 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