{"id":24953,"date":"2018-09-28T20:17:01","date_gmt":"2018-09-28T18:17:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/?p=24953"},"modified":"2018-09-28T20:17:01","modified_gmt":"2018-09-28T18:17:01","slug":"myanmar-buddhas-pagoden-und-schmerzende-fuesse-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/2018\/09\/myanmar-buddhas-pagoden-und-schmerzende-fuesse-teil-2\/","title":{"rendered":"Myanmar \u2013 Buddhas, Pagoden und schmerzende F\u00fc\u00dfe  &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"<p>Ein Flug bringt den Besucher aus Yangon in die Landesmitte an den Inlesee in ca. 800 m H\u00f6he. Man bef\u00e4hrt ihn mit schmalen Motorbooten. Er ist bekannt f\u00fcr die Fischer, die auf dem Heck stehend ihre Boote mit einem Bein rudern, und daf\u00fcr, dass auf ihm in m\u00fchsamer Arbeit angelegte Gem\u00fcsebeete schwimmen. Die H\u00e4user stehen auf Stelzen im Wasser. In ihnen findet man das Leben der Menschen jenseits der Religiosit\u00e4t. Goldschl\u00e4ger, die Blattgold herstellen, Schreiner beim M\u00f6belbau, W\u00e4scherinnen, Herstellung von Lackarbeiten, Spinnerinnen und Weberinnen, die Fasern aus Lotusstengeln zu Bekleidung verarbeiten, Zigarrendreher, Schnitzer von Masken und Marionettenpuppen, Klingenschmiede, Bootsbauer, kurz eine ganze Palette von Handwerksarbeiten. Eine besondere Sehensw\u00fcrdigkeit unter den Weberinnen bilden die sog. Giraffenfrauen. Ihnen wurden seit der Kindheit mehr und mehr Messingringe um den Hals gelegt, so dass er sich verl\u00e4ngerte. Angeblich geschah dies, um ihre Kehlen vor Tigerbissen zu sch\u00fctzen. Ehem\u00e4nner sollen gelegentlich ihren Frauen die \u201eHalskrause\u201c\u00a0 genommen haben, damit die Frauen im Haus blieben. Denn die verk\u00fcmmerte Halsmuskulatur konnte den Kopf nicht mehr aufrecht halten. Sei es, wie es sei. Messingringe und lange H\u00e4lse gelten heute als sch\u00f6n.\u00a0 Zudem geh\u00f6ren inzwischen die Frauen vermutlich zu den Hauptverdienern der D\u00f6rfer. Denn sie stellen sich Touristen gerne gegen Entgelt als Fotomodelle vor die Kamera und d\u00fcrften dadurch h\u00f6here Einnahmen haben als mit ihren sch\u00f6nen Webarbeiten.<\/p>\n<p>Das Seeufer wird ges\u00e4umt von &#8211;\u00a0 was wohl? \u2013 richtig: Pagoden. Die Phaung-Daw-U Pagode enth\u00e4lt ein Wunder. In ihr werden f\u00fcnf kleine Goldklumpen verehrt. Es sind Buddhastatuen, die bis zur Unf\u00f6rmigkeit mit Blattgold verziert wurden. Sie werden einmal im Jahr mit einer Schiffsprozession zu einer anderen Pagode gebracht. Bei einem Unwetter fielen alle ins Wasser. Vier wurden geborgen. Die f\u00fcnfte blieb unauffindlich. Bei R\u00fcckkehr in die Heimatpagode entdeckte man sie dort. Sie war zur\u00fcck geschwommen.<\/p>\n<p>In der alten K\u00f6nigsstadt Mandalay strotzen Ort und Umgebung von Pagoden. Der im Weltkrieg zerst\u00f6rte K\u00f6nigspalast wurde zum Teil wieder hergerichtet. In der von Wasser und hoher Mauer umg\u00fcrteten Anlage lebte das K\u00f6nigspaar mit seinen H\u00f6flingen und wusste kaum, was sich au\u00dferhalb ereignete.<\/p>\n<p>Auf der Weiterfahrt nach Monywa muss man trotz des bisherigen \u00dcberangebots an Pagoden drei aufsuchen: das goldene Prunkst\u00fcck Shwenandaw, das dritte der erw\u00e4hnten drei wichtigsten Heiligt\u00fcmer, die Kuthadaw Pagode mit \u00fcber 350 Steintafeln in einzelnen kleinen Pagoden. In die Tafeln wurde die Tripitaka, der buddhistische Kanon, gemei\u00dfelt. Gem\u00e4\u00df Inschrift handelt es sich um das gr\u00f6\u00dfte Buch der Welt. (In S\u00fcdkorea wird bei einem entsprechenden Tempel mit der in Stein gehauenen Tripitaka dasselbe behauptet.) Das dritte Muss ist die Thanbodday Pagode mit steinernen Elefanten, 471 T\u00fcrmen (Stupas) und ca. 750 000 Buddhas.<\/p>\n<p>Bei einer Bootsfahrt auf dem Irrawady, einem der drei gro\u00dfen Fl\u00fcsse Hinterindiens, l\u00e4sst es sich gut entspannen. In Bagan wird man von \u00fcber 3000 Pagoden erwartet. Dieses Pagodenfeld\u00a0 entstand im Laufe mehrerer Jahrhunderte und repr\u00e4sentiert verschiedene Baustile. Beim Weg durch die Savanne wird man \u00fcberall von fast ebenso vielen Tempeln wie B\u00e4umen und B\u00fcschen umgeben. Die Silhouetten der Pagoden erstrecken sich bis zum Horizont. Mit der schneewei\u00dfen und goldbekr\u00f6nten Ananda Pagode schlie\u00dft sich der Tempelreigen. Beim Abendessen in einheimischem Restaurant erfreut man sich am Marionettentheater. Es stellt burmesische Sagenwelt in deftigem Spiel vor. Der Besuch auf M\u00e4rkten und in kleinen D\u00f6rfern zeigt ein Burma jenseits von Tempeln. Das gleiche gilt f\u00fcr eine Fahrt in rumpelndem Zug in Yangon mit freundlichen Burmesen und eine abenteuerliche Rikschafahrt durch die Hauptstadt vor dem Heimflug.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Reise f\u00fchrt in ein Nachbarland, das heute noch so verschlafen ist, wie Burma vor 40 Jahren.<\/p>\n<p>Text\/Fotos: UM<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/2018\/09\/myanmar-buddhas-pagoden-und-schmerzende-fuesse-teil-2\/myanmar-buddhas-pagoden-und-schmerzende-fuesse-teil-2-5\/\" rel=\"attachment wp-att-24954\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-24954\" src=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Myanmar-Buddhas-Pagoden-und-schmerzende-F\u00fc\u00dfe-Teil-2-5-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/2018\/09\/myanmar-buddhas-pagoden-und-schmerzende-fuesse-teil-2\/myanmar-buddhas-pagoden-und-schmerzende-fuesse-teil-2-1\/\" rel=\"attachment wp-att-24955\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-24955\" src=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Myanmar-Buddhas-Pagoden-und-schmerzende-F\u00fc\u00dfe-Teil-2-1-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/2018\/09\/myanmar-buddhas-pagoden-und-schmerzende-fuesse-teil-2\/myanmar-buddhas-pagoden-und-schmerzende-fuesse-teil-2-2\/\" rel=\"attachment wp-att-24956\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-24956\" src=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Myanmar-Buddhas-Pagoden-und-schmerzende-F\u00fc\u00dfe-Teil-2-2-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/2018\/09\/myanmar-buddhas-pagoden-und-schmerzende-fuesse-teil-2\/myanmar-buddhas-pagoden-und-schmerzende-fuesse-teil-2-3\/\" rel=\"attachment wp-att-24957\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-24957\" src=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Myanmar-Buddhas-Pagoden-und-schmerzende-F\u00fc\u00dfe-Teil-2-3-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/2018\/09\/myanmar-buddhas-pagoden-und-schmerzende-fuesse-teil-2\/myanmar-buddhas-pagoden-und-schmerzende-fuesse-teil-2-4\/\" rel=\"attachment wp-att-24958\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-24958\" src=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Myanmar-Buddhas-Pagoden-und-schmerzende-F\u00fc\u00dfe-Teil-2-4-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Flug bringt den Besucher aus Yangon in die Landesmitte an den Inlesee in ca. 800 m H\u00f6he. 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