{"id":18341,"date":"2016-03-14T19:54:22","date_gmt":"2016-03-14T18:54:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/?p=18341"},"modified":"2016-03-14T19:54:22","modified_gmt":"2016-03-14T18:54:22","slug":"brief-vom-sos-kinderdorf-in-inhambane","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/2016\/03\/brief-vom-sos-kinderdorf-in-inhambane\/","title":{"rendered":"Brief vom SOS-Kinderdorf in Inhambane"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><strong>(\u00dcbersetzung aus dem afrikanischen Englisch von Reinhild Gallus)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>\u00a0Jahresendbrief vom Dezember 2015 an die Kolpingsfamilie S\u00f6gel-Stavern:<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0Sehr\u00a0 geehrter Herr Eilermann,<\/p>\n<p>ich h\u00f6re oft Kinder sagen, dass sie Tr\u00e4ume haben. Das erinnert mich an die wichtige Rolle, die Sie \u2013 liebe Kolpingsfamilie &#8211;\u00a0 f\u00fcr das stabile Wachstum der Kinder in diesem SOS-Kinderdorf Inhambane spielen.<\/p>\n<p>Vielen Dank, dass Sie es m\u00f6glich machen, dass unsere Kinder gl\u00fccklich aufwachsen und ihr volles Potential dadurch erreichen, dass Sie diese kontinuierlich unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Ich bin so gl\u00fccklich, dass sich die Kinder in einem guten stabilen Gesundheitszustand befinden. K\u00f6nnen Sie sich vorstellen, wie sehr sich die Kinder \u00fcber\u00a0 den jetzigen Sommer\u00a0 freuen.\u00a0\u00a0 Besonders freuen sie sich auf den Sommer, da sie verschiedentlich Gelegenheiten haben werden, zum Strand zu gehen, zu schwimmen und sich zu erholen, wie sie tanzen, lachen usw. Gl\u00fccklicherweise befindet sich das Dorf in der N\u00e4he der Stra\u00dfe, die zu einem der besten Str\u00e4nde \u2013 dem Tofobeach &#8211;\u00a0 f\u00fchrt. Touristen m\u00f6gen diesen Strand; denn das Wasser ist blau und man kann auch surfen.<\/p>\n<p>\u201eSommerzeit ist eine angenehme Zeit; jedes Wochenende gehen wir mit Mutter und den Geschwistern an den Strand. Es ist interessant, im flachen Wasser zu schwimmen und mit dem wei\u00dfen Sand am Wasser zu spielen. Und die Jungs nutzen die Gelegenheit, bei Ebbe Fu\u00dfball zu spielen&#8220;, sagte Mutter Dorca. \u201eEs ist faszinierend, die riesigen Wellen zu beobachten, wie sie sich vom Strand zur\u00fcckziehen, als ob sie uns in die See mitnehmen wollten.&#8220;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Mit einer neuen Gemeinschaft zurechtkommen<\/strong><\/p>\n<p>Die zwei SOS-Familien, die in unserer Gemeinschaft in gemieteten H\u00e4usern wohnen, haben gute Erfahrungen gemacht. Sie haben sich schnell angepasst, eine nette Gemeinschaft mit den Nachbarn gefunden und gute Verbindungen mit anderen Familien gekn\u00fcpft.<\/p>\n<p>\u201eWir leben erst seit f\u00fcnf Monaten hier und haben keine Sorgen. Die Kinder genie\u00dfen die neue Gemeinschaft und kn\u00fcpfen leicht neue Freundschaften\u201c, sagt Mutter Olga. Das Kind\u00a0 Clefia will immer das Tor \u00f6ffnen, um drau\u00dfen mit ihren Freunden zu spielen.<\/p>\n<p>In der neuen Gemeinschaft machen die Kinder gute Erfahrungen und wollen hier so lange wie m\u00f6glich leben, weil sie schon viele Freunde hier haben, aber sie haben nicht vergessen, dass die Kinder, die hier im Dorf geblieben sind, auch noch ihre Freunde sind. Darum besuchen sie regelm\u00e4\u00dfig das Dorf, aber sie wollen nicht dahin zur\u00fcckkehren. Wissen Sie warum? Eines erz\u00e4hlte mir: \u201eMein Haus ist komfortabel und hat wundersch\u00f6ne Fliesen und eine Klimaanlage. Unser Haus im Dorf, das wir verlassen haben, hatte keine Klimaanlage. Mein neues Zuhause ist in Stadtn\u00e4he und wir k\u00f6nnen alles, was wir brauchen, bekommen, ohne viel zu laufen\u201c, sagt Maria, eines der M\u00e4dchen, die hier leben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die M\u00fctter<\/strong><\/p>\n<p>Immer wieder kommen neue Kinder. Dudu fand ein neues Zuhause im neuen Kinderdorf in Inhambane, als er nur 7 Monate alt war.\u00a0 Gleich nach seiner Ankunft bekam er sofort Pflege und Liebe von seiner neuen Mutter Isabel. Isabel hie\u00df ihr neues Familienmitglied willkommen, sie hatte jedoch auch schwierige Momente bei der\u00a0 Eingliederung Dudus in sein neues Leben. Schwierig war zuerst,\u00a0 ihm verst\u00e4ndlich zu machen, dass sie ihm als Mutter Liebe und Pflege zukommen lassen w\u00fcrde. Die ersten Tage im Dorf waren hart f\u00fcr Isabel, da der Junge vor allem abends sehr oft weinte.<\/p>\n<p>\u201eEs war schwierig f\u00fcr mich, nachts zu schlafen. Ich habe mich oft nachts nicht zur Ruhe legen k\u00f6nnen\u201c, sagte Mama Isabel. Jetzt ist Dudu ein Jahr alt und hat eine enge Beziehung zu\u00a0 Isabel entwickelt. Wenn sie das Haus verlassen will, muss sie sich vor ihm verstecken, erz\u00e4hlte sie mir.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Vertrauen von den M\u00fcttern<\/strong><\/p>\n<p>Die Kinder wachsen damit auf, dass sie ihrer Mutter helfen, wenn sie zu Hause sind. Dinerica kam im Jahr 2008 ins Dorf. Sie ist die \u00c4lteste hier. Schon als sie ein kleines M\u00e4dchen war, half sie ihrer Mutter, die Taschen zu tragen, wenn diese vom Einkaufen kam. Dinerica und andere kleine Kinder blieben am Dorfeingang, um Olga zu helfen, die Taschen zu tragen, wann immer sie aus dem Auto stieg.<\/p>\n<p>Dinerica ist jetzt 15 Jahre alt und sagt selbst, dass sie ihrer Mutter beim Einkaufen in der Stadt helfen m\u00f6chte. Die Mutter traute dem zuerst nicht, aber Dinerica \u00fcberzeugte ihre Mutter, dass sie dazu in der Lage sei, als sie Kleidung und Schuhe f\u00fcr die Familie in der richtigen Gr\u00f6\u00dfe kauften.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>In die Ferien<\/strong><\/p>\n<p>Im August hatten die Kinder sich zwei Wochen Ferien verdient. Ferien bedeuten immer viel Spa\u00df f\u00fcr jedes Kind. Es ist herrlich, dass sie die Zeit haben, auf dem Spielplatz zu spielen, gemeinsam zu scherzen und hinzugehen, wohin sie wollen. F\u00fcr andere sind Ferien die Zeit, in der sie jene besuchen, die sie sonst nicht oft sehen k\u00f6nnen. Einige Kinder entschieden sich daf\u00fcr, ihre Verwandten zu besuchen.<\/p>\n<p>Valodia ist eines der Kinder, das ihre Gro\u00dfmutter besucht hat, mit der sie gut auskam. Es war eine Quelle von Gl\u00fcck, als Valodia von ihrer Gro\u00dfmutter Geschichten erz\u00e4hlt bekam. \u201eMeine Oma erz\u00e4hlte mir, dass das Leben in ihrer Jugend ziemlich schwierig war und dass Frauen nicht in die Schule gehen durften und stattdessen sich um das Haus k\u00fcmmern mussten\u201c, erkl\u00e4rt Valodia. \u201eMeine Gro\u00dfmutter\u00a0 zeigte mir auch, wo meine Mutter begraben wurde, als ich noch jung war. Ich weinte und meine Gro\u00dfmutter umarmte mich.\u201c<\/p>\n<p>Zum Schluss m\u00f6chte ich noch einmal betonen, dass\u00a0 das Leben der Kinder in diesem Dorf dank Ihrer Unterst\u00fctzung Tag f\u00fcr Tag besser wird. Dies sch\u00e4tze ich sehr. Vielen Dank daf\u00fcr, dass sie eine bessere Welt f\u00fcr unsere Kinder aufbauen. Auch im Namen unserer Kinder w\u00fcnsche ich Ihnen frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr<\/p>\n<p><strong><em>Mit freundlichen\u00a0 Gr\u00fc\u00dfen\u00a0 Carlos Mucuho\u00a0 (Koordinator f\u00fcr Sponsoren)<\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"(\u00dcbersetzung aus dem afrikanischen Englisch von Reinhild Gallus) \u00a0Jahresendbrief vom Dezember 2015 an die Kolpingsfamilie S\u00f6gel-Stavern: \u00a0Sehr\u00a0 geehrter Herr Eilermann, ich h\u00f6re oft Kinder sagen, dass sie Tr\u00e4ume haben. Das erinnert mich an die wichtige Rolle, die Sie \u2013 liebe Kolpingsfamilie &#8211;\u00a0 f\u00fcr das stabile Wachstum der Kinder in diesem SOS-Kinderdorf Inhambane spielen. 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