{"id":17430,"date":"2015-11-01T13:26:22","date_gmt":"2015-11-01T12:26:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/?p=17430"},"modified":"2015-11-01T13:26:22","modified_gmt":"2015-11-01T12:26:22","slug":"sterben-in-wurde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/2015\/11\/sterben-in-wurde\/","title":{"rendered":"Sterben in W\u00fcrde"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><strong>Podiumsgespr\u00e4ch mit MdB Gitta Conneman beleuchtet das Thema Sterbebegleitung auf dem H\u00fcmmling<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Sterben-in-W\u00fcrde1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-17432\" title=\"Sterben in W\u00fcrde\" src=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Sterben-in-W\u00fcrde1-300x147.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"147\" srcset=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Sterben-in-W\u00fcrde1-300x147.jpg 300w, https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Sterben-in-W\u00fcrde1.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\u00a0\u201eSterben in W\u00fcrde\u201c \u2013 dar\u00fcber diskutierten jetzt auf Einladung des CDU-Ortverbandes S\u00f6gel der Palliativmediziner Dr. Heinrich Lange, der Theologe und Vorsitzende des S\u00f6geler Hospiz-Vereins, Michael Strodt, die Leiterin des Palliativst\u00fctzpunktes N\u00f6rdliches Emsland, Martina Mensen, zusammen mit der MdB Gitta Connemann, die sich intensiv dem Thema widmet.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen wir eigene \u00c4ngste \u00fcberwinden und uns dem Thema Sterben in einer Art Trauer-Kultur angemessen zuwenden?\u201c fragt Michael Strodt angesichts der Befangenheit dem Thema Sterben und Tod gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>\u201eIm November wird der Deutsche Bundestag \u00fcber vier Antr\u00e4ge zur Suizidbeihilfe abstimmen. Es ist f\u00fcr uns alle eine h\u00f6chst pers\u00f6nliche Entscheidung. Deshalb gibt es kein Richtig oder Falsch. Diese Veranstaltung hilft mir bei der Entscheidungsfindung\u201c, sagte Connemann. Sie verstand es, die Zuh\u00f6rer in das komplexe, schwere und hoch emotionale Thema einzubeziehen. Connemann gab Informationen \u00fcber die derzeitige gesetzliche Regelung in Deutschland und den \u00fcbrigen EU-Staaten. Und sie stellte die vier Gruppenantr\u00e4ge vor, \u00fcber die im November im Bundestag beraten werden soll. \u201eWir sind uns weitgehend einig: es darf kein Gesch\u00e4ft mit dem Tod geben. Aber die Frage ist: soll Beihilfe zur Selbstt\u00f6tung erlaubt sein?\u201c, fasste Connemann die Debatte im Bundestag zusammen. \u201eEgal, f\u00fcr welchen Antrag wir uns am Ende entscheiden, das Thema der Palliativversorgung hat in Deutschland Fahrt aufgenommen. Es liegt jetzt der Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland vor\u201c,\u00a0sagte die Bundestagsabgeordnete. Und das sei gut. \u201eWir brauchen mehr und intensivere Palliativ- und Hospizangebote.&#8220;<\/p>\n<p>Strodt und Mensen sprachen sich gegen eine Ausweitung der bestehenden Gesetzesregelung aus und forderten den Ausbau der Palliativmedizin und der Hospizarbeit. N\u00f6tig sei auch eine Enttabuisierung von Sterben und Tod in der Gesellschaft. Wichtig sei ein lebenslanges Ein\u00fcben in das Sterben.<\/p>\n<p>Insbesondere wandte sich der Theologe Michael Strodt gegen die Formulierung eines selbstbestimmten Sterbens: \u201eIch bin skeptisch, ob es Selbstbestimmung in dem Sinne \u00fcberhaupt gibt. Wann kann ich sicher sein, selbst zu entscheiden oder doch von meinen Schmerzen, \u00c4ngsten oder anderen Menschen fremdbestimmt zu sein?\u201c Genau hier fange es an, den Menschen als Menschen mit seinen \u00c4ngsten zu begegnen und ein w\u00fcrdevolles Sterben zu erm\u00f6glichen. \u201eDie vielen Sterbebegleitungen habe ich als Geschenk empfunden. Dabei wurde mir deutlich, wie gut es ist, auch im Sterben noch Zeit zum Lernen und Lachen zu haben, Zeit zum Loslassen und zum Vergeben. Sterben als Teil des Lebens zu begreifen, hat unsere Gesellschaft leider verlernt. Ich will in dem Land, in dem ich lebe, nicht zum Sterben gen\u00f6tigt werden!\u201c<\/p>\n<p>Wie ein Sterben in W\u00fcrde und auch in den meisten F\u00e4llen ohne Schmerzen m\u00f6glich ist, erl\u00e4uterten Martina Mensen vom Palliativst\u00fctzpunkt und Dr. Lange als Palliativmediziner vor Ort. \u201eAls Palliativmediziner sehe ich es als meine Aufgabe an, einen w\u00fcrdevollen Tod zu erm\u00f6glichen. Mit den Sterbenden mitzugehen, ist eine Aufgabe f\u00fcr uns alle.<\/p>\n<p>Dabei spielen dann letztlich die Schmerzmedikamente eine untergeordnete Rolle.\u201c Lange machte deutlich, dass die Palliativmedizin bisher noch viel zu wenig bekannt sei, auch bei \u00c4rzten und Pflegepersonal, und sprach sich daf\u00fcr aus, dass Krankenh\u00e4user, Alten- und Pflegeheime ihre palliative Kompetenz erweitern. Wichtig sei ihm auch, es den Menschen zu erm\u00f6glichen, Zuhause zu sterben. Lange sieht es als \u00e4rztliche Pflicht an, einen Menschen, der im Sterben liegt, auch sterben zu lassen.<\/p>\n<p>Den Sterbeprozess und Tod sieht Mensen als ein Hineingeborenwerden in eine neue \u00a0Situation \u201eEin Leben m\u00f6chte auch zu Ende gelebt werden. Ich pl\u00e4diere daf\u00fcr, dem Leben eine Chance zu geben: Leben bis zuletzt! Auch den Kindern sollte eine Chance gegeben werden, den Eltern in dieser Phase etwas zur\u00fcckzugeben\u201c, sagte die Leiterin des Palliativst\u00fctzpunkte N\u00f6rdliches Emsland.<\/p>\n<p>Text\/Foto: Ingrid Cloppenburg<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Podiumsgespr\u00e4ch mit MdB Gitta Conneman beleuchtet das Thema Sterbebegleitung auf dem H\u00fcmmling \u00a0\u201eSterben in W\u00fcrde\u201c \u2013 dar\u00fcber diskutierten jetzt auf Einladung des CDU-Ortverbandes S\u00f6gel der Palliativmediziner Dr. Heinrich Lange, der Theologe und Vorsitzende des S\u00f6geler Hospiz-Vereins, Michael Strodt, die Leiterin des Palliativst\u00fctzpunktes N\u00f6rdliches Emsland, Martina Mensen, zusammen mit der MdB Gitta Connemann, die sich intensiv [&hellip;]\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-17430","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelles-aus-der-region"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17430","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17430"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17430\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17433,"href":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17430\/revisions\/17433"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17430"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17430"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17430"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}