{"id":17346,"date":"2015-11-01T12:37:28","date_gmt":"2015-11-01T11:37:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/?p=17346"},"modified":"2015-11-01T12:37:28","modified_gmt":"2015-11-01T11:37:28","slug":"mit-gasthaus-schroer-geht-eine-ara-in-sogel-zu-ende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/2015\/11\/mit-gasthaus-schroer-geht-eine-ara-in-sogel-zu-ende\/","title":{"rendered":"Mit Gasthaus Schr\u00f6er geht eine \u00c4ra in S\u00f6gel zu Ende"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Mit-Gasthaus-Schr\u00f6er-geht-eine-\u00c4ra-in-S\u00f6gel-zu-Ende2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-17347\" title=\"Mit Gasthaus Schr\u00f6er geht eine \u00c4ra in S\u00f6gel zu Ende2\" src=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Mit-Gasthaus-Schr\u00f6er-geht-eine-\u00c4ra-in-S\u00f6gel-zu-Ende2-300x187.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Mit-Gasthaus-Schr\u00f6er-geht-eine-\u00c4ra-in-S\u00f6gel-zu-Ende2-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Mit-Gasthaus-Schr\u00f6er-geht-eine-\u00c4ra-in-S\u00f6gel-zu-Ende2.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>S\u00f6gel &#8211; Ende Oktober ging eine \u00c4ra in S\u00f6gel zu Ende. Heiner Jansen, der seit mehr als 50 Jahren als Wirt des \u201eAlten Gasthauses Schr\u00f6er\u201c t\u00e4tig war, h\u00f6rte auf. So zapfte er am 25. September, \u00fcbrigens an seinem Geburtstag, sein letztes Bier hinter dem Tresen der bereits 150 Jahre alten Kneipe. Er ging in den verdienten Ruhestand. Das Lokal hat er zum 1. Oktober verkauft. Seit 1962 ist Jansen in seiner Kneipe anzutreffen. Damals \u00fcbernahm er sie von Franz Bahlmann.<\/p>\n<p>\u201eDas glaubt heute keiner mehr, dass damals, als ich das Lokal gepachtet habe, noch ein Plumpsklo vorhanden war\u201c, sagte Jansen. Zu dieser Zeit begann er, das Gasthaus auf Vordermann zu bringen. \u201eNach dem Umbau ist der Laden in Schwung gekommen\u201c, meinte er. Nach f\u00fcnf Jahren als P\u00e4chter habe er dann den Laden gekauft. Zu Beginn kostete ein Bier noch 35 Pfennig, drei zu einer Mark. Ein Schnaps dazu kostete 10 Pfennig. Jansen schaffte es, viele Vereine aus S\u00f6gel dort unterzubringen. Neben der Kolpingsfamilie und dem Gesangverein trafen sich Jansen zufolge dort auch die Landfrauen, die Alte-Herren-Fu\u00dfballmannschaft, der Heimatverein sowie die CDU und SPD. \u201eEs gab kaum einen Verein, der nicht im Gasthaus war\u201c, so Jansen. Als G\u00e4ste in seinem S\u00f6geler Gasthaus begr\u00fc\u00dfte Jansen auch Politiker wie Rudolf Seiters oder Hans-Jochen Vogel.<\/p>\n<p>\u201eIn den ersten 30 Jahren war so richtig was los\u201c, erinnert sich der Wirt. Alle 14 Tage wurden Hochzeiten gefeiert oder Versammlungen abgehalten. Auch der Thekenbetrieb sei gut gelaufen. \u201eWenn viel los war, war Heidi Moog eine gro\u00dfe Unterst\u00fctzung f\u00fcr mich\u201c, so der 85-J\u00e4hrige. Jeden Sonntagmorgen besuchten sieben Stammtische das Lokal, sodass man den Andrang nur zu zweit bew\u00e4ltigen konnte. Es gab in den 50er und 60er Jahren bis zu 24 Gastst\u00e4tten in S\u00f6gel. \u00a0Im R\u00fcckblick auf die vergangene Zeit war sich Jansen sicher, dass die Gastronomie damals ihren H\u00f6hepunkt erreicht hatte.<\/p>\n<p>Bis in die 80er Jahre lief das Gesch\u00e4ft. Aber dann wurde es laut Jansen weniger. \u201eTrotzdem waren wir die einzige Gastst\u00e4tte, die sonntags Fr\u00fchschoppen machte. Sieben Stammtische hat es gegeben\u201c, sagte er. Er erinnert sich gerne an Pastor T\u00fcting, der ebenso wie die politischen Vertreter am Sonntag nach dem Hochamt zum Fr\u00fchschoppen kam. \u201eHier wurden viele gute Gespr\u00e4che gef\u00fchrt\u201c, sagte Jansen etwas wehm\u00fctig.<\/p>\n<p>Seinen Sinn f\u00fcr Humor bewies er, als ein Gast anl\u00e4sslich des 50. Geburtstages von Adolf Jelges &#8211; der bei ihm im Saal gefeiert wurde &#8211; passend zum Lied \u201eDa steht ein Pferd auf dem Flur\u201c mit einem Pferd in den Saal einritt. \u201eWir hatten einen Teppich parat gelegt, damit das Pferd nicht ausrutscht\u201c, schmunzelte Jansen bei der Erinnerung.<\/p>\n<p>\u00dcber sich selbst sagte der heute 85-J\u00e4hrige, dass er gute Musik sch\u00e4tze und neugierig auf das Leben sei. \u201eMich interessiert, was morgen oder \u00fcbermorgen passieren wird\u201c, sagte Jansen. Durch seine G\u00e4ste erfahre der Wirt immer etwas Neues. Trauer und Freude l\u00e4gen dabei oft nah beieinander. Dennoch: \u201eEin guter Gastwirt h\u00f6rt sich alles an und ist verschwiegen\u201c, sagt er. Am Freitag, dem 25. September, feierte er ein letztes Mal im Gasthaus Schr\u00f6er mit Wirten, Stammg\u00e4sten, der Kolpingsfamilie und dem M\u00e4nnergesangverein seinen Geburtstag \u2013 aber auch seinen Abschied als Wirt in S\u00f6gel.<\/p>\n<p>Etwa um 1850 ist aus einem Bauernhof das Gasthaus gegr\u00fcndet worden. \u201eDas ist ein uraltes Haus und eine ebenso alte Institution in S\u00f6gel\u201c, so Jansen. Fr\u00fcher gab es in H\u00f6he des Gasthauses eine<a href=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Mit-Gasthaus-Schr\u00f6er-geht-eine-\u00c4ra-in-S\u00f6gel-zu-Ende1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-17348\" title=\"Mit Gasthaus Schr\u00f6er geht eine \u00c4ra in S\u00f6gel zu Ende1\" src=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Mit-Gasthaus-Schr\u00f6er-geht-eine-\u00c4ra-in-S\u00f6gel-zu-Ende1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Mit-Gasthaus-Schr\u00f6er-geht-eine-\u00c4ra-in-S\u00f6gel-zu-Ende1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Mit-Gasthaus-Schr\u00f6er-geht-eine-\u00c4ra-in-S\u00f6gel-zu-Ende1.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> Wegezollstelle. Der Saal wurde 1901 laut Jansen aufgebaut, um Vereine unterzubringen. Zu den Vereinen h\u00e4tten die Kolpingsfamilie, die auch zu der Zeit entstanden sei, und der M\u00e4nnergesangverein Harmonie S\u00f6gel geh\u00f6rt. Nachdem der damalige Inhaber Hermann Schr\u00f6er verstarb, wechselten die Betreiber der Gastwirtschaft.<\/p>\n<p>Jansen selbst stammt auch aus einer Gastronomenfamilie. Seine Eltern betrieben den \u201eClemenswerther Hof\u201c. \u201eNach dem Zweiten Weltkrieg ist das Hotel in die Luft gesprengt worden\u201c, so Jansen. Zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder habe Jansen die Gastst\u00e4tte bis 1948 wieder aufgebaut. Sp\u00e4ter habe er dann gemerkt, dass er dort keine Zukunft habe. So schaute er sich um \u2013 und fand seine Bestimmung im Gasthaus Schr\u00f6er.<\/p>\n<p>Text\/Foto: Ingrid Cloppenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"S\u00f6gel &#8211; Ende Oktober ging eine \u00c4ra in S\u00f6gel zu Ende. 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