{"id":16224,"date":"2015-06-02T21:09:01","date_gmt":"2015-06-02T19:09:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/?p=16224"},"modified":"2015-06-02T21:09:01","modified_gmt":"2015-06-02T19:09:01","slug":"presseinformation-lk-emsland-umsetzung-eines-umfassenden-%e2%80%9einklusionskonzepts%e2%80%9c-auf-schloss-clemenswerth","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/2015\/06\/presseinformation-lk-emsland-umsetzung-eines-umfassenden-%e2%80%9einklusionskonzepts%e2%80%9c-auf-schloss-clemenswerth\/","title":{"rendered":"Presseinformation LK Emsland   Umsetzung eines umfassenden \u201eInklusionskonzepts\u201c auf Schloss Clemenswerth"},"content":{"rendered":"<p>S\u00f6gel\/Meppen &#8211; \u00a0\u201eEs handelt sich um historische Wege. Wir haben nicht freie Hand\u201c, betonte Landrat Reinhard Winter beim Pressegespr\u00e4ch auf Schloss Clemenswerth in S\u00f6gel. Insofern sei die Kritik grunds\u00e4tzlich unberechtigt. Daran \u00e4nderten auch Leserbrief-Kampagnen nichts, sagte er. Er erkenne aber, dass es nach wie vor Kl\u00e4rungsbedarf gebe. Darum wolle der Landkreis Emsland erneut das Konzept zur Wegesanierung auf Schloss Clemenswerth erl\u00e4utern, so Winter weiter. \u201eWir planen mittelfristig die Herstellung von Barrierefreiheit aber durchaus komplexer auch \u00fcber die Belange von Gehbehinderten hinaus\u201c, verweist er ebenfalls auf Projekte f\u00fcr sehbehinderte Menschen, die helfen sollen die Anlage zu erschlie\u00dfen. Insofern sei das Sanierungskonzept f\u00fcr die Wege als Teil eines umfassenden Inklusionskonzepts zu verstehen.<\/p>\n<p>Auch Ursula Mersmann, Beauftragte des Landkreises Emsland f\u00fcr Menschen mit Behinderungen, war beim Pressetermin vor Ort. Sie unterst\u00fctzt das Konzept des Landkreises Emsland. Im Dezember 2013 hatte der Kreisausschuss des Landkreises Emsland das Konzept f\u00fcr die Wegesanierung verabschiedet. Es war auf der Grundlage eines externen Fachb\u00fcros und in Zusammenarbeit mit dem Nieders\u00e4chsischen Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege entstanden und sieht vor, in drei Bauphasen die Sanierung der Gehwege umzusetzen. In den ersten beiden bereits abgeschlossenen Phasen waren die \u00e4u\u00dferen Bereiche instandgesetzt worden, um damit die Voraussetzung f\u00fcr die Wiederherstellung des \u00e4u\u00dferst sensiblen denkmalpflegerischen Bereichs um den eigentlichen Schlossplatz mit Pavillons und Hauptschloss zu schaffen. Diese soll im Herbst beginnen. Es sei ihm bewusst, dass insbesondere die Sanierungen in diesem Bereich von gro\u00dfem Interesse seien, betonte Winter.<\/p>\n<p>\u201eSchloss Clemenswerth ist ein Denkmal von hohem europ\u00e4ischem Rang. Es gibt nur noch wenige Schl\u00f6sser und Anlagen weltweit, die einen solchen historischen Wert besitzen. Bei der Renovierung der Wege m\u00fcssen wir darum behutsam vorgehen, um Historisches nicht zu gef\u00e4hrden. Das Nieders\u00e4chsische Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege Hannover, die VGH-Stiftung und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wissen wir dabei hinter uns\u201c, sagte der Landrat.<\/p>\n<p>Mit den jetzt zum Teil bereits umgesetzten und noch bevorstehenden Ma\u00dfnahmen zur Sanierung der alten Wege in der Schlossanlage sei es bestm\u00f6glich gelungen, den historischen Bestand zu sch\u00fctzen und zu erhalten und dennoch Verbesserungen herbeizuf\u00fchren. \u201eKein Mensch ist ausgeschlossen, das Denkmal Schloss Clemenswerth zu besuchen und es sich anzuschauen\u201c, machte Winter deutlich. Dies sei ihm auch von Menschen mit Behinderungen so best\u00e4tigt worden.<\/p>\n<p>Um beispielsweise Erschwernisse beim historischen Kopfsteinpflaster zu mildern, kommen Querungshilfen zum Einsatz. Mit dieser gelangen gehbehinderte oder anderweitig eingeschr\u00e4nkte Personen auf die Rasenfl\u00e4chen rund um das Hauptschloss, auf der die Fortbewegung auch mit Rollstuhl oder Rollator gegebenenfalls einfacher m\u00f6glich ist. Demn\u00e4chst w\u00fcrden auch Behindertenparkpl\u00e4tze angelegt. \u00dcber dort aufgestellte Hinweisschilder sowie \u00fcber diverse andere Informationsmedien (Flyer, Internet) soll auf alle angebotenen Hilfen f\u00fcr Menschen mit Behinderungen hingewiesen werden. Zu diesen z\u00e4hlen u. a. ein elektrischer Rollator, der zur Verf\u00fcgung gestellt wird, Rampen, um beispielsweise in die Kapelle zu gelangen, sowie k\u00fcnftig auch Bodenschutzplatten, die auf unebenem Untergrund zum Einsatz kommen.<\/p>\n<p>Weitere Projekte beispielsweise f\u00fcr sehbehinderte Menschen seien in Planung. Dazu geh\u00f6ren auch die Behinderten-WCs, die gebaut werden sollen, und die Verbesserung der Orientierungs- und Informationshilfen, beispielsweise durch Audio-Guides.<\/p>\n<p>Text\/Foto: Landkreis Emsland<\/p>\n<div id=\"attachment_16225\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Umsetzung-eines-umfassenden-\u201eInklusionskonzepts\u201c-auf-Schloss-Clemenswerth.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-16225\" class=\"size-medium wp-image-16225\" title=\"Umsetzung eines umfassenden \u201eInklusionskonzepts\u201c auf Schloss Clemenswerth\" src=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Umsetzung-eines-umfassenden-\u201eInklusionskonzepts\u201c-auf-Schloss-Clemenswerth-300x210.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"210\" srcset=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Umsetzung-eines-umfassenden-\u201eInklusionskonzepts\u201c-auf-Schloss-Clemenswerth-300x210.jpg 300w, https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Umsetzung-eines-umfassenden-\u201eInklusionskonzepts\u201c-auf-Schloss-Clemenswerth.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-16225\" class=\"wp-caption-text\">Machten sich gemeinsam mit Herbert Hillebrand und seinem Elektrorollstuhl vor Ort ein Bild von dem umfassenden Inklusionskonzept: Heiner Wellenbrock, Andrea Kaltofen, Leiterin Fachbereich Kultur, die Behindertenbeauftragte des Landkreises Ursula Mersmann, Landrat Reinhard Winter und Erster Kreisrat Martin Gerenkamp.<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Auszug aus der Novelle des NDSchG<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Novelle des Nieders\u00e4chsischen Denkmalschutzgesetzes (NDSchG) wurde am 26. Mai 2011 verabschiedet. Die Belange von Menschen mit Behinderungen sind im \u00a7 7 Abs. 2 Nr. 2c) NDSchG wie folgt ber\u00fccksichtigt:<\/p>\n<p>\u201eEin Eingriff in ein Kulturdenkmal ist zu genehmigen, soweit \u2026. Ein \u00f6ffentliches Interesse anderer Art, zum Beispiel\u2026 die Ber\u00fccksichtigung der Belange von alten Menschen und Menschen mit Behinderungen, das Interesse an der unver\u00e4nderten Erhaltung des Kulturdenkmals \u00fcberwiegt und den Eingriff zwingend verlangt.\u201c<\/p>\n<p>Damit ist die Ber\u00fccksichtigung der Belange von Menschen mit Behinderungen eindeutig als ein \u00f6ffentliches Interesse benannt worden, gegen das Interesse des Denkmalschutzes an der unver\u00e4nderten Erhaltung im Einzelfall abzuw\u00e4gen ist. Die Regelung indiziert, dass sich die Beteiligten im Konfliktfall um L\u00f6sungen bem\u00fchen, die beide Belange miteinander vereinbaren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"S\u00f6gel\/Meppen &#8211; \u00a0\u201eEs handelt sich um historische Wege. Wir haben nicht freie Hand\u201c, betonte Landrat Reinhard Winter beim Pressegespr\u00e4ch auf Schloss Clemenswerth in S\u00f6gel. Insofern sei die Kritik grunds\u00e4tzlich unberechtigt. Daran \u00e4nderten auch Leserbrief-Kampagnen nichts, sagte er. Er erkenne aber, dass es nach wie vor Kl\u00e4rungsbedarf gebe. 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