{"id":12697,"date":"2014-02-02T12:46:26","date_gmt":"2014-02-02T11:46:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/?p=12697"},"modified":"2014-02-02T12:56:14","modified_gmt":"2014-02-02T11:56:14","slug":"%e2%80%9enaturstandpunkt-hummling%e2%80%9c-geht-in-die-entscheidende-phase","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/2014\/02\/%e2%80%9enaturstandpunkt-hummling%e2%80%9c-geht-in-die-entscheidende-phase\/","title":{"rendered":"\u201eNaturstandpunkt H\u00fcmmling\u201c geht in die entscheidende Phase"},"content":{"rendered":"<p>Werlte.- Die Samtgemeinden Lathen, Nordh\u00fcmmling, S\u00f6gel und Werlte wollen bis zum Jahr 2025 mindestens so viel erneuerbare Energie in Form von Strom und W\u00e4rme erzeugen, wie sie selbst verbrauchen und damit auf dem Gebiet der vier Kommunen eine echte CO-2-Neutralit\u00e4t erreichen. Das ist eines von vielen Ergebnissen des Klimaschutzkonzeptes, dass die vier Samtgemeinden nach dem Votum der Lenkungsgruppe nach mehr als anderthalbj\u00e4hriger Vorarbeit umsetzen sollen.<\/p>\n<p>Nach 16 verschiedenen \u00f6ffentlichen Workshops unter Beteiligung interessierter B\u00fcrger, mehrerer Sitzungen der Lenkungsgruppe sowie der begleitenden Arbeit des B\u00fcro infas enermetric Consulting GmbH aus Greven und dem 3N Kompetenzzentrum mit Sitz in Werlte liegt das so genannte integrierte Klimaschutzkonzept nun vor. Darin werden sowohl sehr konkrete qualitative als auch quantitative Ma\u00dfnahmen benannt, zu deren Umsetzung sich die Samtgemeinden verpflichten wollen. Zu den Ma\u00dfnahmen z\u00e4hlen kleine, aber auch gro\u00dfe Projekte: die Optimierung von Turnhallen- und Stra\u00dfenbeleuchtung, die Analyse von Pumpwerken in Schmutzwasserleitungen, die Analyse des Energieverbrauchs in Schulen und Kinderg\u00e4rten bis hin zum Ausbau der Windenergie oder neuen Projekten zur Nutzung der Elektromobilit\u00e4t.<\/p>\n<p>\u00dcber das Konzept m\u00fcssen nun die Samtgemeinder\u00e4te befinden und auch die daf\u00fcr erforderlichen Finanzmittel bereitstellen. F\u00fcr eine eigens einzurichtende und hauptamtlich besetzte Gesch\u00e4ftsstelle sind Personal- und Sachkosten von rund 160.000 Euro j\u00e4hrlich veranschlagt, nach Abzug von F\u00f6rdermitteln bliebe pro Samtgemeinde voraussichtlich ein Eigenanteil von 15.000 Euro j\u00e4hrlich. Liegen die Beschl\u00fcsse vor, soll das Konzept im M\u00e4rz im Rahmen einer zentralen Abschlussveranstaltung der\u00a0 interessierten \u00d6ffentlichkeit vorgestellt werden.<\/p>\n<p>Wie ernst es die Mitglieder des Naturstandpunktes H\u00fcmmling als regionaler Klimaschutzverbund nehmen, wird auch daran deutlich, dass sich ein, m\u00f6glicherweise sogar zwei Klimaschutzmanager hauptberuflich mit der Thematik auseinandersetzen sollen. Kinderg\u00e4rten, Schulen und andere \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude sollen beim Thema Energieeinsparung professionell begleitet werden, ebenso wie Unternehmen und Privathaushalte ein umfassendes Beratungsangebot erhalten sollen. Hier will man verst\u00e4rkt Ma\u00dfnahmen zur Energieeffizienz erarbeiten, von deren Wirken sich die Kommunen viel versprechen.<\/p>\n<p>Nach der Energie- und CO2-Bilanzierung haben die vier Samtgemeinden im f\u00fcr die Datenerhebung ma\u00dfgeblichen Jahr 2011 knapp 1,9 MWh Endenergie (Strom, Brenn- und Treibstoffe) verbraucht. Hieraus resultieren 545.281 Tonnen CO2-Emissionen, die in Nordh\u00fcmmling, Lathen, S\u00f6gel und Werlte ausgesto\u00dfen wurden. Dies entspricht 9,8 t pro Einwohner, was leicht unter dem deutschen Bundesdurchschnitt liegt. Der regenerativ erzeugte Strom habe verglichen mit dem Stromverbrauch im gesamten Projektgebiet im Jahr 2011 einen Anteil von 123 Prozent und sei zum Gro\u00dfteil auf die Nutzung von Windenergie zur\u00fcckzuf\u00fchren. Dieser Anteil liege weit \u00fcber dem Durchschnitt in der Bundesrepublik. Der Anteil regenerativ erzeugter W\u00e4rme am Brennstoffverbrauch 2011 liege dagegen mit acht Prozent knapp unter dem Bundesdurchschnitt. Im Jahr 2012 h\u00e4tten sich diese guten Werte infolge zahlreicher Ma\u00dfnahmen nochmals verbessert. Mittlerweile werde bereits doppelt so viel Strom regenerativ erzeugt, wie die Kommunen, ihre B\u00fcrger und Unternehmen selbst verbrauchen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Umsetzung der im Energie- und Klimaschutzkonzept vorgeschlagen Ma\u00dfnahmen sind zwei Personalstellen vorgesehen, deren Kosten zum Gro\u00dfteil vom Bundesumweltministerium gef\u00f6rdert werden. Die Kommunen hoffen auf eine dreij\u00e4hrige F\u00f6rderung von Personal- und Sachkosten. Dar\u00fcber hinaus denken die Samtgemeinden \u00fcber vier konkrete Klimaschutzprojekte nach, f\u00fcr die in der Summe ebenfalls bis zu 250.000 Euro F\u00f6rdergelder beantragt werden k\u00f6nnen. Koordiniert werden sollen die Projekte im 3N-Kompetenzzentrum in Werlte, von wo aus die Klimaschutzmanager arbeiten und ihre Gesch\u00e4ftsstelle einrichten sollen.<\/p>\n<p>Mit dem ambitionierten, jedoch angesichts zahlreicher bereits in Planung befindlicher Projekte durchaus realistischen Ziel der \u201ebilanziellen CO2-Neutralit\u00e4t bis 2025\u201c w\u00fcrde der H\u00fcmmling im bundesweiten Vergleich eine Spitzenposition einnehmen.<\/p>\n<p>Ausf\u00fchrliche Informationen \u00fcber den Naturstandpunkt H\u00fcmmling sind auch auf der frisch freigeschalteten Internetseiten <a href=\"https:\/\/www.naturstandpunkt-huemmling.de\" target=\"_blank\">(www.naturstandpunkt-huemmling.de)<\/a> erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Energie- und Klimaschutzkonzept \u201eNaturstandpunkt H\u00fcmmling\u201c<\/span><\/p>\n<p>Quantitative Ziele<\/p>\n<ul>\n<li>Bilanzielle CO2-Neutralit\u00e4t bis 2025<\/li>\n<li>Steigerung der Stromgewinnung aus Erneuerbaren Energien auf 300 % des Stromverbrauchs<\/li>\n<li>Steigerung des Anteils der Erneuerbaren Energien an der W\u00e4rmeversorgung auf 30 %<\/li>\n<li>Emissionseinsparungen in Betrieben um 7,5 %<\/li>\n<li>Emissionseinsparungen in privaten Haushalten um 15 %<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Qualitative Ziele<\/p>\n<ul>\n<li>Erh\u00f6hung der Angebote f\u00fcr Schulung und Qualifikation zu Energieeffizienz, Erneuerbare Energien und Klimaschutz<\/li>\n<li>Schaffung von Angeboten zu Klimaschutzthematiken an Schulen<\/li>\n<li>Einf\u00fchrung eines Geb\u00e4ude- und Energiemanagements in den vier Samtgemeinden<\/li>\n<li>Verst\u00e4rkung der \u00d6ffentlichkeitsarbeit zu Themen des Klimaschutzes<\/li>\n<\/ul>\n<p>Text\/Foto: Ingrid Cloppenburg<\/p>\n<div id=\"attachment_12698\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Naturstandpunkt-H\u00fcmmling-geht-in-die-entscheidende-Phase.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12698\" class=\"size-medium wp-image-12698\" title=\"Naturstandpunkt H\u00fcmmling geht in die entscheidende Phase\" src=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Naturstandpunkt-H\u00fcmmling-geht-in-die-entscheidende-Phase-300x209.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"209\" srcset=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Naturstandpunkt-H\u00fcmmling-geht-in-die-entscheidende-Phase-300x209.jpg 300w, https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Naturstandpunkt-H\u00fcmmling-geht-in-die-entscheidende-Phase.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-12698\" class=\"wp-caption-text\">v.l. Hermann Tebben (Samtgemeindeb\u00fcrgermeister \u2013SGB- Nordh\u00fcmmling), G\u00fcnter Wigbers (SGB S\u00f6gel), Werner Gerdes (SGB Werlte), Daniela K\u00f6ttker (SG Lathen), Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer (Klimacenter Werlte), Ludger Kewe (Erster SG-Rat Werlte) , Karl-Heinz Weber (SGB Lathen), Ralph Deitermann (Regionalmanager)<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Werlte.- Die Samtgemeinden Lathen, Nordh\u00fcmmling, S\u00f6gel und Werlte wollen bis zum Jahr 2025 mindestens so viel erneuerbare Energie in Form von Strom und W\u00e4rme erzeugen, wie sie selbst verbrauchen und damit auf dem Gebiet der vier Kommunen eine echte CO-2-Neutralit\u00e4t erreichen. 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