{"id":12695,"date":"2014-02-02T12:44:33","date_gmt":"2014-02-02T11:44:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/?p=12695"},"modified":"2014-02-02T12:44:33","modified_gmt":"2014-02-02T11:44:33","slug":"hummling-ausschuss-berat-mit-universitat-oldenburg-uber-arztenachwuchs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/2014\/02\/hummling-ausschuss-berat-mit-universitat-oldenburg-uber-arztenachwuchs\/","title":{"rendered":"H\u00fcmmling-Ausschuss ber\u00e4t mit Universit\u00e4t Oldenburg \u00fcber \u00c4rztenachwuchs"},"content":{"rendered":"<p>S\u00f6gel &#8211; \u201eWir m\u00fcssen unser Augenmerk verst\u00e4rkt auf den weiblichen Nachwuchs in der Medizin setzen, um die Grundversorgung im l\u00e4ndlichen Raum mit einem ausreichenden \u00c4rzteangebot sichern zu k\u00f6nnen.\u201c Eine von mehreren Thesen von Dr. Bert Albers, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der medizinischen Fakult\u00e4t der Carl von Ossietzky Universit\u00e4t Oldenburg. Dr. Albers war Gastreferent im H\u00fcmmling-Ausschuss des S\u00f6geler Samtgemeinderates unter Vorsitz von Bernd Schmitz.<\/p>\n<p>Albers pr\u00e4sentierte ein Vielzahl von Fakten: W\u00e4hrend die Gesamtzahl der Mediziner in den letzten Jahren um 15 Prozent auf gegenw\u00e4rtig 440.000 gestiegen sei, w\u00fcrden sich immer weniger f\u00fcr den Facharzt f\u00fcr Allgemeinmedizin entscheiden. Deren Zahl sei im gleichen Zeitraum um vier Prozent auf unter 50.000 gesunken. \u201eAngesichts der konstant hohen Zahl der weiblichen Medizinstudenten (bundesweit \u00fcber 60 Prozent, an der Uni Oldenburg gar \u00fcber 80 Prozent) werde sich dieser Trend vermutlich fortsetzen. \u201eViele Absolventinnen f\u00fcrchten n\u00e4mlich, als niedergelassene Allgemeinmedizinerin Job und Familie nicht unter einen Hut bringen zu k\u00f6nnen.\u201c Der Weg, der dazu in S\u00f6gel mit der Sicherstellungspraxis modellhaft erprobt werde, sei ein viel versprechender Ansatz. \u201eMit Blick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie werden auch in den Krankenh\u00e4usern mittlerweile flexible Arbeitszeitmodelle angeboten.\u201c Es sei wichtig, dass sich noch mehr Kommunen dazu Gedanken machten, \u201ezumal die Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen aufgrund der demografischen Entwicklung zweifelsfrei weiter steigen wird.\u201c<\/p>\n<p>Die demografische Entwicklung gehe aber auch an den Medizinern selbst nicht vorbei. Die Anzahl der \u00c4rzte \u00fcber 50 Lebensjahre sei von 2000 bis 2013 von ehemals 96.000 auf \u00fcber 140.000 gestiegen. \u201eUnd die Politik muss den Hausarztberuf auch finanziell attraktiver machen, weil andere Facharztausbildungen noch immer ein h\u00f6heres Einkommenspotenzial erschlie\u00dfen.\u201c<\/p>\n<p>Samtgemeindeb\u00fcrgermeister G\u00fcnter Wigbers unterstrich, dass sich Gemeinde- und Samtgemeinderat S\u00f6gel bereits seit drei Jahren intensiv um das Thema \u00c4rztenachwuchs bem\u00fchten. Zu den Bausteinen wie Sicherstellungspraxis und Wohnungsbaudarlehn sowie das Kn\u00fcpfen und Halten von Kontakten zu Studenten solle jetzt mit der Gew\u00e4hrung von Stipendien ein weiterer hinzukommen. Die Details dazu w\u00fcrden gegenw\u00e4rtig in den Gremien beraten.<\/p>\n<p>\u201eAllein aber werden wir dieses vielschichtige Thema nicht l\u00f6sen\u201c, so Wigbers. Niedersachsen bilde im Vergleich zu allen anderen Bundesl\u00e4ndern am wenigsten Mediziner aus. \u201eIn den Bundesl\u00e4ndern mit den meisten Studienpl\u00e4tzen gibt es auch die besten Versorgungsgrade.\u201c Die regionale Versorgung mit Haus\u00e4rzten stehe insoweit in direktem Zusammenhang mit den medizinischen Ausbildungsstandorten. Die Finanzierung einer Stiftungsprofessur f\u00fcr Allgemeinmedizin an der European Medical School als Kooperation der Universit\u00e4ten in Oldenburg und Groningen unter anderem durch den Landkreis Emsland sei ein wichtiger Beitrag. \u201eWir brauchen aber noch deutlich mehr Studienpl\u00e4tze in Niedersachsen; das k\u00f6nnen die Kommunen nicht allein finanzieren.\u201c<\/p>\n<p>Ausschussvorsitzender Bernd Schmitz formulierte zugleich den Anspruch, den von vielen h\u00e4ufig subjektiv empfunden Nachteil, in einer l\u00e4ndlichen Region beruflich t\u00e4tig zu sein, zu dem objektiv vorteilhaften Kriterium zu verhelfen. \u201eGerade bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben wir deutlich Vorteile, wir m\u00fcssen sie nur besser herausstellen.\u201c Und es m\u00fcsse gelingen, junge Mediziner vor pers\u00f6nliche finanzielle Risiken durch Kassenregresse zu sch\u00fctzen. \u201eDas ist ein Thema, dass wir sehr zeitnah \u00fcberall platzieren m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p>Text: Ingrid Cloppenburg<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"S\u00f6gel &#8211; \u201eWir m\u00fcssen unser Augenmerk verst\u00e4rkt auf den weiblichen Nachwuchs in der Medizin setzen, um die Grundversorgung im l\u00e4ndlichen Raum mit einem ausreichenden \u00c4rzteangebot sichern zu k\u00f6nnen.\u201c Eine von mehreren Thesen von Dr. Bert Albers, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der medizinischen Fakult\u00e4t der Carl von Ossietzky Universit\u00e4t Oldenburg. 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