{"id":10241,"date":"2013-03-01T00:59:16","date_gmt":"2013-02-28T23:59:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/?p=10241"},"modified":"2013-02-26T20:01:21","modified_gmt":"2013-02-26T19:01:21","slug":"neue-stolpersteine-werden-in-sogel-verlegt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/2013\/03\/neue-stolpersteine-werden-in-sogel-verlegt\/","title":{"rendered":"Neue Stolpersteine werden in S\u00f6gel verlegt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\"><strong>Gedenkveranstaltung an die Opfer des Nationalsozialismus<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Neue-Stolpersteine-werden-in-S\u00f6gel-verlegt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-10242\" title=\"Neue Stolpersteine werden in S\u00f6gel verlegt\" src=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Neue-Stolpersteine-werden-in-S\u00f6gel-verlegt-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Neue-Stolpersteine-werden-in-S\u00f6gel-verlegt-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.forum-soegel.de\/information\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Neue-Stolpersteine-werden-in-S\u00f6gel-verlegt.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>S\u00f6gel \u2013 \u201eDie Erinnerung darf nicht enden, sie muss auch k\u00fcnftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer \u00fcber Leid und Verlust ausdr\u00fccken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.\u201c Mit diesen Worten zitierte B\u00fcrgermeisterin Irmgard Welling die Worte des ehemaligen Bundespr\u00e4sidenten Roman Herzog, mit dessen Proklamation der \u00a027. Januar als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus als deutscher Gedenktag gesetzlich verankert wurde.<\/p>\n<p>Der 27. Januar beziehe sich auf die Befreiung des gr\u00f6\u00dften Vernichtungslagers des Nazi &#8211; Regimes, des KZs Ausschwitz- Birkenau durch die Rote Armee im Jahr 1945, sagte Welling in ihrer Begr\u00fc\u00dfungsrede. \u201e\u00dcberall in Deutschland wird heute dessen gedacht. So wollen auch wir es in S\u00f6gel machen. In besonderer Weise gedenken wir heute der Familien Weinberg, Frank und Hochheimer, die hier unter uns und unseren Vorfahren gelebt haben und deren Leben ein schreckliches Ende fand.\u201c F\u00fcr jedes Mitglied dieser Familien wurde im Foyer der Aula des H\u00fcmmling-Gymnasiums ein Stein vorgestellt, Sch\u00fcler verlasen die Lebensl\u00e4ufe der einzelnen Personen und machten auf deren Schicksale aufmerksam. \u201eDie Steine werden aufgrund der schlechten Wetterlage zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt am damaligen Wohnort der Familien gemeinsam mit den Sch\u00fclern eingesetzt\u201c, informierte Welling.<\/p>\n<p>Welling weiter:\u00a0 \u201eIm Jahre 2011 hat die Gemeinde S\u00f6gel zum ersten Mal in S\u00f6gel\u00a0 Stolpersteine verlegt, ein Kunstprojekt des K\u00fcnstlers Gunter Demnig. Jeder Stein erinnert an ein Leben, das vor \u00fcber 60 Jahren ausgel\u00f6scht wurde. Das B\u00fccken, um die Texte auf den Stolpersteinen zu lesen, soll auch eine symbolische Verbeugung vor den Opfern sein. Hinter den Namen stehen Schicksale, stehen Menschen mit ihrem Lebensweg, ihrer Liebe ihrer Hoffnung und mit ihrem Leid.\u201c<\/p>\n<p>Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler des H\u00fcmmling-Gymnasiums S\u00f6gel haben sich unter Federf\u00fchrung des Geschichtslehrers Henning Strotbek in den letzten Wochen mit dem Thema \u201eNachbarn\u201c besch\u00e4ftigt. Dabei haben sie auch S\u00f6geler Zeitzeugen wie Michael Gr\u00fcnberg befragt. \u201eDie Erinnerungen von Zeitzeugen und direkt Betroffenen \u00f6ffneten T\u00fcren zu einer vergangenen Welt\u201c, so die Sch\u00fcler. \u00a0Eindrucksvoll hielten sie R\u00fcckblick auf Situationen aus der Leidenszeit der Juden in S\u00f6gel. Sie machten darauf aufmerksam, wie sich der Wandel zur \u00fcblichen Nachbarschaft in misstrauische Beziehungen mit folgenden Gewalttaten vollzogen hat. Die Sch\u00fcler gaben sich auch durchaus selbstkritisch: \u201eDer immer l\u00e4nger werdende Zeitabstand zum Geschehen f\u00fchrt gerade bei der j\u00fcngeren Generation auch oft zur Sorglosigkeit. Taktlose Bemerkungen und antisemitische Witze werden gemacht, ohne sich dabei im Klaren zu sein, welche Tragik dahinter steckt. Parteien mit nationalsozialistischem Gedankengut treten in Deutschland und anderen L\u00e4ndern der Europ\u00e4ischen Union immer unverhohlener auf und schaffen es, mit ihrer antisemitischen Haltung W\u00e4hler f\u00fcr sich zu gewinnen.\u201c<\/p>\n<p>Ein Sch\u00fcler dazu: \u201eIch bewundere, dass j\u00fcdische Mitb\u00fcrger nach den unaussprechlichen Verbrechen des Nationalsozialismus den Mut, das Durchhalteverm\u00f6gen und die Kraft hatten, zur\u00fcckzukehren in eine Gesellschaft, in der auch T\u00e4ter von damals noch leben, um hier wieder Nachbarschaft aufzubauen.\u201c In den Schlussworten\u00a0 kam die Erwartung der Sch\u00fcler auf ein k\u00fcnftiges gutes Miteinander deutlich zum Ausdruck, hier nahmen sie ihre Hoffnung aus der Vergangenheit: \u201eDoch trotz aller Schwierigkeiten gab es auch Nachbarn, die zusammenhielten: Vor, w\u00e4hrend und nach dem Krieg!\u201c<\/p>\n<p>Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von einer Musikgruppe aus Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern des H\u00fcmmling-Gymnasiums unter der Leitung von Beatrix L\u00fcckmann-Langen.<\/p>\n<p>Text\/Foto: Ingrid Cloppenburg<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gedenkveranstaltung an die Opfer des Nationalsozialismus S\u00f6gel \u2013 \u201eDie Erinnerung darf nicht enden, sie muss auch k\u00fcnftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. 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